Hoffnung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs: Daraxonrasib verlängert Überlebenszeit
Daraxonrasib: Neue Hoffnung bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Eine aktuelle Studie gibt Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs neue Hoffnung. Das noch nicht zugelassene Medikament Daraxonrasib kann die Überlebenszeit bei dieser besonders aggressiven Krebserkrankung signifikant verlängern. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachjournal „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht und von der Apotheken Umschau aufgegriffen.

Bauchspeicheldrüsenkrebs: Eine der gefährlichsten Krebsarten

Das Pankreaskarzinom zählt zu den Krebserkrankungen mit den niedrigsten Überlebensraten. Nach Angaben des Zentrums für Krebsdaten liegt die relative Fünfjahresüberlebensrate in Deutschland bei nur rund elf Prozent. Besonders tückisch: Die Diagnose erfolgt oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium, wenn der Tumor bereits Metastasen gebildet hat oder nicht mehr operabel ist. In solchen Fällen sinkt die Überlebensrate auf unter ein Prozent, und die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt nur noch wenige Monate.

Studie zeigt deutliche Verlängerung der Überlebenszeit

An der Studie nahmen rund 500 Patienten mit metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs teil. Die Forscher teilten die Teilnehmer in zwei Gruppen ein: 250 Patienten erhielten den neuen Wirkstoff Daraxonrasib, die anderen wurden mit einer klassischen Chemotherapie behandelt. Die Ergebnisse waren deutlich: In der Daraxonrasib-Gruppe betrug die mittlere Überlebenszeit 13,2 Monate, während sie in der Chemotherapie-Gruppe nur bei 6,7 Monaten lag. Auch die Zeit bis zur Verschlechterung der Erkrankung verlängerte sich: Unter Daraxonrasib waren es durchschnittlich 7,2 Monate, unter Chemotherapie nur 3,6 Monate.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Nebenwirkungen und Verträglichkeit

Die Behandlung mit Daraxonrasib zeigte Nebenwirkungen wie Hautausschläge und Durchfall, aber nur 1,2 Prozent der Patienten brachen die Therapie ab. In der Chemotherapie-Gruppe war die Abbruchrate mit etwa zehn Prozent deutlich höher. Dies spricht für eine bessere Verträglichkeit des neuen Medikaments.

Voraussetzung: RAS-Gen-Mutation

Das Medikament zielt gezielt auf Patienten mit einer Mutation des RAS-Gens ab. Diese genetische Veränderung fördert das Tumorwachstum und tritt bei rund 90 Prozent der Bauchspeicheldrüsenkrebs-Patienten auf. Somit könnte Daraxonrasib für die große Mehrheit der Betroffenen infrage kommen.

Zulassung und Verfügbarkeit

Bislang ist Daraxonrasib noch nicht offiziell zugelassen. In den USA kann es jedoch bereits über ein Härtefallprogramm eingesetzt werden. Für Europa rechnen Experten mit einer möglichen Zulassung im Jahr 2027. Die Studienergebnisse geben Anlass zu Optimismus, auch wenn weitere Untersuchungen notwendig sind.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration