Einfache Gewohnheit kann Demenzrisiko fast halbieren
Einfache Gewohnheit halbiert Demenzrisiko fast

Berlin. Moderne Medikamente können die Entstehung von Demenz früh verlangsamen. Noch wichtiger ist laut Forschern ein anderer Hebel: der Lebensstil. Von Maik Henschke, Redakteur im Ressort LEBEN

Neue Antikörper-Therapien gegen Demenz

Der Kampf gegen Alzheimer und andere Demenzformen hat im Jahr 2025 an Fahrt aufgenommen. Grund dafür sind zwei neue Antikörper-Therapien, die in Deutschland zugelassen wurden – und die schon in der Frühphase der unheilbaren Erkrankungen zum Einsatz kommen. Beide Medikamente sind jedoch bei Weitem nicht für alle der knapp zwei Millionen Menschen geeignet, die hierzulande von einer Art der Demenz betroffen sind.

Lebensstil als entscheidender Faktor

Doch auch abseits der Therapie mit Medikamenten zeichnen sich neue Erkenntnisse ab, wie sich der geistige Rückgang als Folge der Demenz verlangsamen lässt. Aktuelle Studien zeigen nämlich: Mit dem richtigen Lebensstil lässt sich das Risiko einer Demenzerkrankung um über 40 Prozent senken.

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Einfache Gewohnheit zeigt spektakuläre Wirkung

Ein Neurologe betont, dass eine einfache Gewohnheit das Demenzrisiko fast halbieren kann. Diese Erkenntnis basiert auf umfangreichen Untersuchungen, die den Einfluss von Bewegung, Ernährung und geistiger Aktivität auf die Gehirngesundheit belegen. Besonders hervorzuheben ist, dass bereits moderate Veränderungen im Alltag einen großen Unterschied machen können.

  • Regelmäßige körperliche Aktivität fördert die Durchblutung des Gehirns und regt die Bildung neuer Nervenzellen an.
  • Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren schützt vor Entzündungen.
  • Geistige Herausforderungen wie Rätsel oder das Erlernen neuer Fähigkeiten halten das Gehirn fit.

Die Forschung zeigt, dass diese Maßnahmen nicht nur das Demenzrisiko senken, sondern auch das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können. Experten empfehlen daher, schon frühzeitig auf einen gesunden Lebensstil zu achten.

Hintergrund: Demenz in Deutschland

Jedes Jahr erhalten fast eine halbe Million Menschen die Schreckensdiagnose Demenz. Die Krankheit betrifft nicht nur die Patienten selbst, sondern auch ihre Angehörigen. Die neuen Medikamente bieten Hoffnung, sind aber nur für eine ausgewählte Gruppe geeignet. Daher bleibt die Prävention durch Lebensstiländerungen ein zentraler Ansatz.

Weitere Maßnahmen, die das Demenzrisiko senken können, sind ausreichend Schlaf, Stressabbau und soziale Kontakte. Ein Neurologe bezeichnet die Wirkung dieser einfachen Gewohnheiten als „spektakulär“ und ruft zu mehr Bewusstsein für die Bedeutung des Lebensstils auf.

Abschließend betonen Forscher, dass es nie zu spät ist, mit positiven Veränderungen zu beginnen. Auch im höheren Alter können Anpassungen im Alltag die Gehirngesundheit fördern und das Demenzrisiko deutlich reduzieren.

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