Gesundheitsvorsorge: Diese Tests sind wirklich sinnvoll
In der neuesten Folge des Podcasts „Länger Leben“ der Funke Mediengruppe diskutieren Natalja Fischer und Dr. Felix Bertram, welche Vorsorgeuntersuchungen tatsächlich einen Mehrwert bieten und welche lediglich die Kosten in die Höhe treiben. Dr. Bertram, der selbst zahlreiche Tests ausprobiert hat, gilt als Paradebeispiel für übertriebene Testfreudigkeit. Er rät, sich auf die drei Bereiche zu konzentrieren, die für 80 Prozent aller Todesfälle verantwortlich sind: Herzgesundheit, metabolische Gesundheit und Krebsvorsorge.
Check-up 35 als Basis
Als ersten Schritt empfiehlt Dr. Bertram den Check-up 35, eine kostenlose Vorsorgeleistung der gesetzlichen Krankenkassen für Versicherte ab 35 Jahren, die alle drei Jahre in Anspruch genommen werden kann. Allerdings weist er darauf hin, dass dieser Check-up an Grenzen stößt. Zwei zusätzliche Blutwerte sollten unbedingt bestimmt werden: ApoB und Lipoprotein A. Diese Werte geben wichtige Hinweise auf das Herz-Kreislauf-Risiko.
Krebsvorsorge und Selbstzahler-Tests
Die gesetzliche Krebsvorsorge wird von den Krankenkassen übernommen. Von den Selbstzahler-Tests empfiehlt Dr. Bertram lediglich den DEXA-Scan zur Knochendichtemessung, der als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) zwischen 50 und 100 Euro kostet. Ganzkörper-MRT, Mikrobiomtests und Mikronährstoffanalysen hält er dagegen für wenig sinnvoll, da sie oft mehr Verunsicherung als Klarheit bringen.
Einfache Selbsttests für zu Hause
Abschließend stellt Dr. Bertram drei einfache Selbsttests vor, die einen guten Indikator für den Gesundheitszustand liefern: das Taille-Größen-Verhältnis, den Flamingo-Test und den Dead Hang. Diese Tests können leicht zu Hause durchgeführt werden und geben Hinweise auf mögliche Risikobereiche.
Weitere Informationen gibt es beim Bundesministerium für Gesundheit zum Gesundheits-Check-up sowie in Artikeln über Ganzkörper-MRT, Mikronährstoffanalyse und die Bedeutung von Cholesterin und Lipoprotein.



