Grippe-Saison 2025/26: Mehr Tote trotz geringerer Fallzahlen
Die vergangene Grippe-Saison war im Vergleich zum Vorjahr eher harmlos, dennoch verzeichnen Experten eine überraschend hohe Zahl schwerer Erkrankungen und Todesfälle. Laut dem aktuellen Grippereport des Projekts Grippeschutz, der in dieser Woche veröffentlicht wird und Tagesspiegel Background vorliegt, sind die Fallzahlen zwar deutlich niedriger, aber die Hospitalisierungsrate und die Zahl der gemeldeten Todesfälle sind gestiegen.
Impfquote auf historischem Tiefstand
Besonders besorgniserregend ist der Rückgang der Impfquote: Sie ist auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren gesunken. Dies wird als eine der Hauptursachen für die schwereren Verläufe angesehen. Die Impfbereitschaft in der Bevölkerung hat in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen, was die Wirksamkeit des Impfschutzes untergräbt.
Experten des Projekts Grippeschutz betonen, dass eine höhere Impfquote notwendig sei, um besonders gefährdete Gruppen wie ältere Menschen und chronisch Kranke zu schützen. Die aktuelle Saison zeigt, dass selbst bei geringer Zirkulation des Virus die Folgen schwerwiegend sein können, wenn der Immunschutz in der Bevölkerung niedrig ist.
Vergleich zur Vorsaison
Im Winter 2024/2025 gab es noch deutlich mehr Grippefälle, aber die Krankheitsverläufe waren milder. Die diesjährige Saison weist eine höhere Sterblichkeit auf, obwohl weniger Menschen erkrankten. Dies deutet darauf hin, dass das Virus möglicherweise aggressiver war oder die Bevölkerung aufgrund der niedrigen Impfquote anfälliger für schwere Verläufe ist.
Die Gesundheitsbehörden appellieren an die Bevölkerung, sich rechtzeitig vor der nächsten Grippesaison impfen zu lassen. Insbesondere Risikogruppen sollten den Impfschutz ernst nehmen, um schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden.



