Hessen führt KI-Tool zur Grippe-Vorhersage ab 2027 ein
Hessen führt KI-Tool zur Grippe-Vorhersage ein

Das Land Hessen plant, ab dem ersten Halbjahr 2027 ein neuartiges Prognose-Tool für saisonale Krankheitsausbrüche wie Grippe einzuführen. Das Dashboard soll Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten helfen, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Koordiniert wird das Projekt vom Landesamt für Gesundheit und Pflege (LGL) in Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Frankfurt.

Daten aus mehreren Quellen

Für die Vorhersage werden verschiedene Datenquellen systematisch ausgewertet: gemeldete Infektionsfälle, Daten aus der Sentinel-Surveillance (stichprobenartige Erhebung) sowie Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Die Prognose soll bis zu 21 Tage in die Zukunft reichen.

Ziel: Frühzeitige Reaktion und Ressourcensteuerung

„Ein Tool, das saisonale Krankheitsausbrüche systematisch erfasst und auswertet, stärkt unsere Fähigkeit, früh zu reagieren, Ressourcen gezielt einzusetzen und damit Versorgungsstrukturen leistungsfähig zu erhalten“, sagte LGL-Präsidentin Regine Bresler. Die erste Projektphase läuft bis Ende Dezember 2026 und umfasst die Prüfung der Daten, den Aufbau technischer Grundlagen, Workshops mit Gesundheitsämtern und die Einrichtung erster Testzugänge.

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Zeitplan und Umsetzung

Das Dashboard soll spätestens im ersten Halbjahr 2027 live gehen. Es wird erwartet, dass die frühzeitige Erkennung von Ausbrüchen die Belastung des Gesundheitssystems reduziert und eine gezieltere Verteilung von Impfstoffen und Personal ermöglicht. Hessen ist damit eines der ersten Bundesländer, das eine solche KI-gestützte Vorhersage für Atemwegserkrankungen einführt.

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