30 Prozent der Menschen in Deutschland hatten bereits gesundheitliche Probleme durch Hitze. Das ist das Ergebnis einer neuen repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. In den Jahren 2022 bis 2025 lag der Anteil der Befragten, die hitzebedingte Gesundheitsprobleme angaben, noch zwischen 20 und 26 Prozent.
Häufigste Beschwerden: Müdigkeit, Schlafprobleme, Kreislauf
Zu den aktuell am häufigsten genannten Beschwerden gehörten Müdigkeit und Abgeschlagenheit (71 Prozent) sowie Schlafprobleme (68 Prozent). Jeweils mehr als die Hälfte der Betroffenen litt unter Kreislaufbeschwerden (64 Prozent) und Kopfschmerzen (52 Prozent). Schwindel (32 Prozent) und Appetitlosigkeit (27 Prozent) traten ebenfalls auf. Einige Menschen (7 Prozent) klagten sogar über Verwirrtheit.
Frauen stärker betroffen als Männer
Von den befragten Frauen erklärten 40 Prozent, durch Hitze belastet zu sein – fast doppelt so viele wie bei den Männern (21 Prozent). Nur fünf Prozent der Befragten suchten wegen hitzebedingter Beschwerden einen Arzt auf. Allerdings gaben 13 Prozent an, dass ein Arztbesuch sinnvoll gewesen wäre.
Sorgen und unzureichender Hitzeschutz
Knapp zwei Drittel der Befragten machten sich große oder sehr große Sorgen wegen Hitze. Drei Viertel halten die aktuellen Hitzeschutzmaßnahmen für nicht ausreichend. Die größte Betroffenheit sehen 89 Prozent der Befragten bei Menschen mit schwerer körperlicher Arbeit, etwa im Handwerk, Bau und Produktion. Auch in der Pflege wird die Betroffenheit als sehr hoch eingeschätzt (86 Prozent). 58 Prozent sehen Schulen und Kindergärten durch Hitze stark eingeschränkt.



