Krebs besiegt: Radtour zum Taj Mahal startet in Wittenberg
Krebs besiegt: Radtour zum Taj Mahal startet in Wittenberg

Der 26-jährige Extrem-Abenteurer John Müller aus Stuttgart hat am Freitag eine außergewöhnliche Spendentour gestartet: Mit dem Fahrrad will er in 80 Tagen 8.000 Kilometer von Berlin bis zum Taj Mahal in Indien zurücklegen. Müller, der vor zweieinhalb Jahren eine seltene Krebserkrankung (Ewing-Sarkom) überstanden hat, sammelt mit der Aktion Spenden für einen Notfallfonds für krebskranke Menschen.

Die Idee zu der Reise entstand bereits in seiner Jugend. Nach einer Wanderung durch Spanien mit 16 Jahren und einem Aufenthalt in Ecuador, wo er einen Zettel mit dem Ziel „mit dem Rad zum Taj Mahal“ an der Wand hatte, setzt er nun seinen Traum um. „Ich mache die Tour, um zu zeigen, dass Krebs nicht das Ende bedeuten muss und dass man seine Träume trotzdem in die Hand nehmen kann“, sagte Müller im Gespräch mit dem SWR.

Nach seiner Diagnose mit 22 Jahren verbrachte Müller zehn Monate im Klinikum Stuttgart. Seit zweieinhalb Jahren ist er krebsfrei. Die Erfahrung habe seinen Blick auf das Leben verändert: „Man sollte seine Träume nicht auf die lange Bank schieben“, betont er. Vor zwei Monaten kündigte er seinen Job, um sich Vollzeit dem Spendenprojekt zu widmen. Bereits vor dem Start kamen 25.000 Euro zusammen.

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Müller ist zudem Botschafter der „Gamechanger“-Kampagne des Klinikums Stuttgart, die die Bedeutung von Sport in der Krebstherapie hervorhebt. „Sport ist definitiv ein Gamechanger“, sagt er. Nach der Chemotherapie zog er nach Mexiko, trainierte intensiv und bestieg ein Jahr später den höchsten Berg Nordamerikas. Sein Ziel: anderen Betroffenen Hoffnung geben und zeigen, dass Bewegung auch in schwierigen Zeiten möglich ist.

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