Ellen Wagner, Expertin für Diversität, Gleichheit und Inklusion, war zu Gast im Podcast „Flutlicht an!“. Im Gespräch betonte sie, dass Diskussionen über Rassismus oft ohne die Betroffenen geführt werden. Dies zeige sich auch im Frauenfußball, wo nach Roten Karten wegen Haareziehens über Frisuren diskutiert wurde, statt über die kolonialen Wurzeln der Geste.
Wagner, die als queere Schwarze Frau in den USA lebt, erklärte, dass Aufklärungsarbeit Kraft koste. Sie rate Betroffenen, vor dem Ansprechen von rassistischem Verhalten die eigene Sicherheit zu prüfen. „Wenn die Person nicht bereit ist, offen und neugierig zu sein, passiert nichts“, so Wagner.
Die Wirtschaftsexpertin betonte, dass Rassismus nicht vorsätzlich sein müsse, um zu verletzen. „Liebe ist keine Entschuldigung dafür, dass Schaden angerichtet wird“, sagte sie. Nur durch Offenlegung diskriminierender Strukturen könne eine inklusive Gesellschaft entstehen, von der alle profitieren.



