Malaria am Frankfurter Flughafen: Vier Mitarbeiter infiziert
Malaria am Frankfurter Flughafen: Vier Mitarbeiter infiziert

Am Frankfurter Flughafen haben sich vier Mitarbeiter der Gepäckabfertigung mit Malaria infiziert. Wie ein Flughafensprecher mitteilte, wurde die Tropenkrankheit durch eine versehentlich im Flugzeug eingeschleppte Mücke übertragen. Ob die betroffenen Angestellten derzeit im Krankenhaus behandelt werden, ist noch unklar.

Letzter Fall vor drei Jahren – Vorfälle an anderen Flughäfen

Der letzte Malaria-Fall am Frankfurter Flughafen wurde vor rund drei Jahren registriert. Laut Angaben des Sprechers kommt es auch an anderen Flughäfen immer wieder vereinzelt zu solchen Vorfällen. Trotz Sicherheitsmaßnahmen könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine Mücke etwa in der Fracht verstecke und beim Erblicken des Tageslichts zusteche.

Übertragung und Risiken

Malaria wird durch Anopheles-Stechmücken auf Menschen übertragen, wenn diese die Parasiten zuvor bei einem anderen Stich aufgenommen haben. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gibt es in Deutschland stellenweise Anopheles-Arten, die unter geeigneten Umweltbedingungen Malaria-Erreger übertragen können. Solche Fälle waren bislang extrem selten.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Malaria zuletzt als lebensbedrohliche Krankheit ein – sofern sie nicht behandelt wird. Die milden Symptome umfassen Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen. Eine Infektion kann aber auch zu Verwirrtheit, Krampfanfällen und Atembeschwerden führen.

Flughafenmalaria: Seltene Fälle in Deutschland

Laut RKI sind in Deutschland fast ausschließlich Reisende von Malaria betroffen, die in einem Malaria-Gebiet durch den Stich einer Mücke infiziert wurden. Jedes Jahr werden mehrere Hundert solcher Malaria-Erkrankungen erfasst. Obwohl es zuletzt vereinzelt zu derartigen Fällen gekommen ist, sei es „ein seltenes Ereignis”, sich an einem deutschen Flughafen mit Malaria anzustecken.

Im Rahmen einer Studie wurde versucht, alle Malariainfektionen in Europa zwischen 1969 und 2024 zu erfassen, die sich am Flughafen oder durch im Gepäck eingereiste Mücken ereignet haben. Laut Forschungsergebnissen habe es insgesamt 145 derartige Fälle gegeben, neun davon in Deutschland. Auch wenn es sich um eine übersichtliche Zahl von Fällen handelt, nehme sie generell zu. Deshalb sollte Forscherinnen und Forschern zufolge dringend überprüft werden, ob Maßnahmen wie die Desinfektion von Flugzeugen wirklich eingehalten würden und wirksam seien.

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