Borreliose-Fälle in Thüringen steigen an
In Thüringen sind in diesem Jahr bislang mehr Fälle von Borreliose gemeldet worden als im Vorjahr. Nach aktuellen Daten des Thüringer Gesundheitsministeriums wurden bisher 191 Fälle der von Zecken übertragenen bakteriellen Erkrankung registriert. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 waren es hingegen 182 Fälle gewesen.
Typisches Anzeichen einer Borreliose ist ein roter Hautring um die Einstichstelle. Weitere Symptome sind Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Fieber. Gegen die Krankheit gibt es keine Impfung. Borreliose kann jedoch insbesondere im Frühstadium mit Antibiotika behandelt werden.
FSME-Fälle rückläufig
Anders sieht es bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aus. Während in diesem Jahr laut Ministerium bislang zwei Fälle in Thüringen gemeldet wurden, waren es im gleichen Zeitraum 2025 fünf Fälle. Bei FSME reichen die Symptome von einer grippeähnlichen Erkrankung bis zur Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks. Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung, zu der Krankenkassen raten, da es keine ursächlich gegen das Virus wirkenden Medikamente gibt.
13 Risikogebiete in Thüringen
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 13 von 23 Kreisen in Thüringen als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Dazu zählen die Städte Jena, Gera und Suhl sowie die Landkreise Altenburger Land, Greiz, Hildburghausen, Ilm-Kreis, Saale-Holzland, Saale-Orla, Saalfeld-Rudolstadt, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg und Weimarer Land. In diesen Gebieten ist das Risiko, nach einem Zeckenstich an FSME zu erkranken, relativ hoch.
Das Thüringer Gesundheitsministerium empfiehlt, nach Aufenthalten in der Natur den Körper nach Zecken abzusuchen, um Infektionen vorzubeugen. Wer einen Zeckenstich bemerkt, sollte die Zecke möglichst schnell entfernen und die Einstichstelle beobachten. Bei Auftreten von Symptomen wie Hautrötung oder Fieber ist ein Arzt aufzusuchen.



