Marius Borg Høiby: Fußfessel statt Knast – Umzug nach Skaugum möglich
Marius Borg Høiby: Fußfessel statt Knast – Umzug nach Skaugum

Marius Borg Høiby, der 29-jährige Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, könnte die Untersuchungshaft bald gegen Hausarrest auf dem königlichen Gut Skaugum eintauschen. Das Osloer Bezirksgericht entschied am Montag, die Haft um vier Wochen zu verlängern, jedoch mit der Auflage, dass Høiby diese Zeit mit einer elektronischen Fußfessel auf dem Anwesen seiner Mutter und seines Stiefvaters Kronprinz Haakon verbringen darf. Das Gut liegt rund 25 Kilometer südwestlich von Oslo. Høiby darf das weitläufige Anwesen nicht verlassen.

Staatsanwaltschaft kündigt Berufung an

Allerdings ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft kündigte laut dem Sender NTB an, Berufung gegen die Freilassung unter Auflagen einzulegen. Bis zum morgigen Dienstag hat sie Zeit, diesen Schritt zu formalisieren. Høiby hatte in der Vergangenheit mehrfach erfolglos versucht, aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. Die Richter begründeten frühere Ablehnungen unter anderem mit einer hohen Fluchtgefahr.

Hintergrund: Verurteilung zu vier Jahren Haft

Ein Gericht in Oslo hatte Høiby am 15. Juni wegen 34 Straftaten zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Anklage umfasste unter anderem vier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht, von denen er in zwei Fällen schuldig gesprochen wurde. Bei beiden Taten drang er mit dem Finger in eine schlafende Frau ein. In den anderen beiden Fällen wurde er freigesprochen.

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Staatsanwalt fordert höhere Strafe

Staatsanwalt Sturla Henriksbø erklärte, er werde keine eigenständige Berufung gegen die Freisprüche einlegen – dies sei in Absprache mit den Rechtsbeiständen der betroffenen Frauen geschehen. Sollte Høiby jedoch selbst Berufung gegen das Urteil einlegen, wolle die Staatsanwaltschaft erreichen, dass das Berufungsgericht das Strafmaß überprüft. Im Prozess hatte Henriksbø eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert.

Mette-Marit erholt sich von Lungentransplantation

Kronprinzessin Mette-Marit erholt sich derzeit auf Gut Skaugum von einer Lungentransplantation, die Mitte Juni durchgeführt wurde. Der mögliche Umzug ihres Sohnes würde die Familie vorübergehend wieder zusammenführen, wenn auch unter strengen Auflagen.

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