Seltene Handtransplantation: Mutter hält Hand ihrer verstorbenen Tochter
Seltene Handtransplantation: Mutter hält Hand ihrer verstorbenen Tochter

Eine außergewöhnliche Transplantation hat zwei Familien in Großbritannien zusammengeführt. Jackie Kirwan aus Liverpool konnte die Hand ihrer verstorbenen Tochter Georgie Peterson noch einmal halten – obwohl diese an eine andere Frau transplantiert worden war.

Georgie Peterson starb im Alter von 33 Jahren an den Folgen einer seltenen Hirnerkrankung. Die junge Frau hatte sich bereits als Jugendliche für eine Organspende entschieden. Nach ihrem Tod wurde ihre Hand der 64-jährigen Kim Smith transplantiert, die vor acht Jahren durch eine Sepsis alle vier Gliedmaßen verloren hatte.

Kim Smith stand fast vier Jahre auf der Warteliste. Seit der Transplantation im vergangenen Herbst kann sie wieder greifen und etwa die Hand ihrer Enkelin halten. „Das ist das kostbarste Geschenk“, sagte sie der BBC.

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Über das Transplantationsteam im Leeds General Infirmary schrieb Kim zunächst anonym an die Familie der Spenderin. Später kam es zu einem persönlichen Treffen. Für Jacki Kirwan war es ein besonderer Moment: „Es hat mir großen Trost gegeben. Da ist noch ein kleines Stück von ihr“, sagte sie.

Georgie litt an der seltenen Hirnerkrankung periventrikuläre noduläre Heterotopie (PVNH), die schwere Anfälle auslösen kann. Sie veröffentlichte ein Buch über ihre Erkrankung und produzierte einen Podcast über seltene Krankheiten. Im Februar 2025 unterzog sie sich einer Operation, später erlitt sie einen tödlichen Anfall.

Nach Angaben von NHS Blood and Transplant sind Gliedmaßen-Transplantationen selten und nicht automatisch Teil des britischen Organspende-Registers. Rund 8.000 Menschen warten in Großbritannien auf ein Organ, täglich stirbt eine Person, weil kein passendes Organ rechtzeitig gefunden wird.

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