Tödliche Badeunfälle: DLRG warnt vor steigender Zahl bei Hitzewellen
Tödliche Badeunfälle: DLRG warnt vor steigender Zahl

Die Zahl der Badeunfälle in Deutschland nimmt besorgniserregend zu, insbesondere während Hitzewellen. Im Interview mit BILD erläutert Martin Holzhause von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), warum in diesen Perioden so viele Menschen ertrinken und wie solche tragischen Vorfälle vermieden werden können.

Hitzewellen als Risikofaktor

Laut Holzhause führt die anhaltende Hitze dazu, dass mehr Menschen an Seen, Flüssen und an der Nord- und Ostsee Abkühlung suchen. Dabei überschätzen viele ihre eigenen Fähigkeiten oder unterschätzen die Gefahren des Wassers. „Bei Hitzewellen steigt die Zahl der Badeunfälle signifikant an“, so der Experte. Die DLRG verzeichnet in solchen Perioden eine deutlich höhere Anzahl an Rettungseinsätzen und tödlichen Unfällen.

Häufige Ursachen für Badeunfälle

Zu den Hauptursachen zählen Übermut, Alkoholkonsum und mangelnde Schwimmfähigkeiten. Viele Menschen, die in Deutschland ertrinken, sind keine geübten Schwimmer. Zudem spielen plötzliche Unterkühlungen, Strömungen und der sogenannte Kälteschock eine Rolle. „Besonders tückisch ist, dass viele Badegäste die Gefahr von Fließgewässern oder plötzlichen Wassertiefen falsch einschätzen“, warnt Holzhause.

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Wie sich Unfälle vermeiden lassen

Der DLRG-Experte betont die Bedeutung von Vorsichtsmaßnahmen: „Niemals überhitzt ins Wasser springen, auf keinen Fall nach Alkoholkonsum schwimmen gehen und stets die lokalen Warnhinweise beachten.“ Auch das Tragen von Schwimmhilfen für Kinder und das Meiden unbewachter Strände könne Leben retten. Die DLRG appelliert an die Bevölkerung, nur an bewachten Badestellen zu schwimmen und die Anweisungen der Rettungsschwimmer zu befolgen.

Statistiken belegen den Trend

Die offiziellen Zahlen der DLRG zeigen, dass in den letzten Jahren die Zahl der tödlichen Badeunfälle während Hitzewellen um bis zu 30 Prozent gestiegen ist. Allein im Jahr 2025 kamen in Deutschland 378 Menschen durch Badeunfälle ums Leben. Besonders betroffen sind Männer über 50 Jahre, die oft allein schwimmen gehen und gesundheitliche Probleme haben. „Viele dieser Todesfälle wären durch richtiges Verhalten vermeidbar gewesen“, so Holzhause abschließend.

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