Deutscher Wanderer verunglückt tödlich am Pfunderer Höhenweg
Ein 66-jähriger deutscher Urlauber ist bei einer Wanderung in Südtirol ums Leben gekommen. Der Mann war mit einem Begleiter auf dem Pfunderer Höhenweg nahe Sterzing unterwegs, als er in der Nähe des 2243 Meter hohen Pretzkopfs ins Stolpern geriet und rund 300 Meter in die Tiefe stürzte. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Die Polizei untersucht den genauen Unfallhergang.
Begleiter alarmierte Rettungskräfte
Nach dem Unglück schlug der Begleiter des Verstorbenen Alarm. Die beiden Wanderer hatten geplant, auf einer Alm entlang der Route zu übernachten. Der Leichnam wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Tal gebracht. Auf dem Pfunderer Höhenweg hatte es in den vergangenen Jahren bereits mehrere schwere Unfälle gegeben.
Bergwacht warnt vor typischen Risiken
Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) müssen jedes Jahr rund 13.000 Menschen in den Bergen notfallmedizinisch versorgt werden. Häufige Ursachen seien mangelnde Kondition, falsche Ausrüstung, Unachtsamkeit oder eine Überschätzung der eigenen Fähigkeiten. Die DRK-Bergwacht empfiehlt daher, Touren dem eigenen Können anzupassen und sich vorab über Wetter, Wegbeschaffenheit und mögliche Sperrungen zu informieren.
Wichtige Ausrüstung und Verhaltensregeln
Wichtig seien außerdem knöchelhohe Wanderschuhe, ausreichend Verpflegung, wetterfeste Kleidung sowie ein vollständig geladenes Mobiltelefon. Auch sollten Angehörige über die Route und die geplante Rückkehrzeit informiert sein. Die Experten warnen Wanderer davor, Wegsperrungen zu ignorieren. Behörden ordnen sie häufig wegen Steinschlaggefahr, Hangrutschen, Sturm- oder Unwetterschäden oder anderer akuter Risiken an. Gerade in den Alpen können sich die Bedingungen durch Starkregen, Hitze und auftauenden Permafrost innerhalb kurzer Zeit deutlich verändern.
Notfall: So verhalten Sie sich richtig
Kommt es dennoch zu einem Notfall, empfiehlt die Bergwacht, sofort den europäischen Notruf 112 zu wählen und den Einsatzkräften möglichst genau mitzuteilen, was passiert ist, wo sich der Unfall ereignet hat, wie viele Personen betroffen sind und welche Verletzungen vorliegen. Gerade auf Offroad-Strecken kann es dauern, bis Hilfe eintrifft – umso wichtiger sind eine gute Vorbereitung und umsichtiges Verhalten.



