Trainer Miroslav Klose hat beim 1. FC Nürnberg ein Veto gegen den geplanten Abgang von Abwehr-Talent Tim Janisch eingelegt. Der 20-jährige Eigengewächs, der seit der D-Jugend im Verein spielt, sollte den Club eigentlich verlassen. Doch nach starken Leistungen in der Vorbereitung setzte Klose ein klares Zeichen.
Janisch überzeugt in der Vorbereitung
Ursprünglich hatte Sportvorstand Joti Chatzalexiou (50) zum Trainingsstart erklärt: „Wir glauben, dass er jetzt in einem Alter ist, wo er vielleicht ein bisschen mehr spielen muss. Das schauen wir uns an und diskutieren das mit ihm: Welche Alternativen und Möglichkeiten gibt es? Und wenn dann eine gute Möglichkeit da ist, überlegen wir vielleicht, den Schritt zu gehen, dass er ein wenig mehr Spiele auf seinen Tacho bekommt.“ Doch Janisch nutzte die Vorbereitung, um sich neu zu beweisen.
Nach dem Testspiel gegen Kornburg (10:0), bei dem Janisch selbst einen Treffer erzielte, lobte Klose den Abwehrspieler ausdrücklich: „Er ist ganz anders zurückgekommen aus dem Sommer und das ist super. Stand jetzt kann ich einen solchen Jungen nicht gehen lassen.“ Die drohende Leihe habe Janisch offenbar zusätzlich motiviert. Klose ergänzte: „Wir haben schon ein paarmal 10-gegen-10 im Training gespielt. Wie Tim spielt, da muss man schon sagen: Er hat das Klingeln schon gehört.“
Neustart nach schwieriger Vorsaison
Die vergangene Saison war für Janisch enttäuschend: In den letzten zehn Saisonspielen kam er kein einziges Mal zum Einsatz. Nun will er seine Chance auf einen Neustart nutzen. Mit dem Veto von Klose scheint der Weg für Janisch beim 1. FC Nürnberg vorerst geebnet. Der Club setzt damit auf die Entwicklung des Talents, das in der Vorbereitung eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht hat.



