Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich bei einem Besuch einer Pflegeeinrichtung in Teltow von den Vorteilen Künstlicher Intelligenz in der Pflege überzeugt. Er testete dort eine sprachgestützte Dokumentationssoftware, die Pflegekräften die zeitraubende schriftliche Dokumentation erleichtern soll.
Praxistest in Teltow
In der Pflegeeinrichtung in Teltow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) nutzte Woidke persönlich einen Sprachassistenten, der über das Handy gesteuert wird. Pflegekräfte sprechen ihre Beobachtungen und Maßnahmen ein, und die KI überträgt die Inhalte strukturiert und automatisch in das Pflegesystem. „Ein konkreter Mehrwert, anwenderfreundlich und praxistauglich – heute haben wir erleben dürfen, welche Potenziale Künstliche Intelligenz für den Pflegebereich entfaltet“, sagte Woidke nach dem Test.
Entlastung für Pflegekräfte
Der Ministerpräsident betonte die Vorteile der Technologie: „Das entlastet die Pflegekräfte, verbessert die Arbeitsbedingungen und lässt mehr Zeit für wesentliche Aufgaben.“ Die Software wurde vom Potsdamer Unternehmen Voize entwickelt, einem Start-up aus dem Umfeld des Hasso-Plattner-Instituts. Laut Staatskanzlei hat sich das Unternehmen binnen kurzer Zeit zu einem relevanten Anbieter im deutschen Pflegemarkt entwickelt.
Zeitersparnis von rund 30 Prozent
Die sprachgestützte Dokumentation ist bereits bei vielen großen Trägern in Deutschland von der Pilotphase in den Regelbetrieb übergegangen. Eine Sprecherin des Landeskompetenzzentrums Pflege und Digitalisierung in Baden-Württemberg berichtete von einer deutlichen Zeitersparnis: Die Dokumentationszeit reduziere sich um etwa 30 Prozent. Zudem erleichtere das Programm Menschen mit sprachlichen Schwierigkeiten den Einstieg, da die KI Sprachfärbung und Dialekt erkenne und die Informationen schriftlich glätte.



