Städtetag kritisiert Kürzungen bei Integrationskursen für Geflüchtete
Städtetag kritisiert Kürzungen bei Integrationskursen für Geflüchtete

Der Deutsche Städtetag hat die Kürzungen bei der Bezahlung von Integrationskursen scharf kritisiert. Die Zugangsbeschränkungen zu den Sprachkursen für Zuwanderer seien "kein gutes Signal", sagte Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Seit Ende November stellt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) keine Berechtigungsscheine mehr für eine freiwillige Teilnahme an den Kursen aus. Grund seien Einsparungen; Geflüchtete mit dauerhafter Bleibeperspektive sollen bevorzugt werden. Das Vorgehen stieß auf breite Kritik.

Laut Schuchardt machen freiwillige Teilnehmer rund die Hälfte aller Teilnehmenden aus. "Wenn diese Teilnehmer wegbrechen, kann vielerorts die Mindestteilnehmerzahl der Kurse nicht mehr erreicht werden." Die in den Kursen vermittelte Sprachkompetenz und das Orientierungswissen über Deutschland sei "der Schlüssel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort".

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Schuchardt warnte: "Gerade für Integrationswillige brauchen wir Integrationsangebote, ansonsten dauert die Integration einfach viel länger, wenn sie überhaupt gelingt." Eine misslungene Integration hätte für die Kommunen auch finanzielle Folgen. Jeder Geflüchtete, der Arbeit finde, entlaste die Städte von Sozialausgaben. "Ohne Integrationskurse wird eine Arbeitsaufnahme aber fast unmöglich."

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