Ältester Paternoster der Welt in Hamburg spurlos verschwunden
Ältester Paternoster der Welt in Hamburg spurlos verschwunden

Hamburg – Ein historisches Kuriosum sorgt für Aufregung: Der älteste Paternoster der Welt, der 1908 im Flüggerhaus in Hamburg eingebaut wurde, ist plötzlich verschwunden. Niemand will wissen, wo das rund 75 Prozent restaurierte Bauteil geblieben ist. Die Denkmalschutzbehörde hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der Paternoster galt als Sensation, als er 2018 nach jahrzehntelanger Vergessenheit wiederentdeckt wurde. Der österreichische Investor René Benko hatte die Restaurierung für eine Million Euro in Auftrag gegeben, doch nach seiner Pleite stockten die Arbeiten. Der Technik-Restaurator Patric Wagner erhielt nur 216.000 Euro und gab an, den Paternoster zu 75 Prozent fertiggestellt zu haben.

Nach Benkos Insolvenz übernahm der Hamburger Investor Harm Müller-Spreer das Flüggerhaus. Am 16. Juni 2025 traf er sich mit Wagner, um über einen Anschlussauftrag zu sprechen. Seither fehlt von dem Paternoster jede Spur. Wagner behauptet, er habe alle Teile ausgehändigt, während Müller-Spreer erklärt, im Schacht sei nur noch ein Gestänge gewesen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Mitarbeiter der Denkmalschutzbehörde stellten am Montag fest, dass der Paternoster tatsächlich nicht mehr im Gebäude ist. Der betroffene Baustellenbereich wurde stillgelegt. Die Kulturbehörde kündigte Ermittlungen an. „Wir müssen das klären“, sagte Sprecher Enno Isermann.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration