Bei einem Arbeitsunfall in einer Lederfabrik und Pelzgerberei im hessischen Runkel sind drei Arbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere Männer wurden schwer verletzt und mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Die Verletzten schweben nach offiziellen Angaben in Lebensgefahr.
Nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) gehen die Behörden davon aus, dass es in der Grube der Gerberei zu einer Kohlenmonoxidvergiftung kam, die zum Tod der Arbeiter führte. Nach ersten Erkenntnissen waren sie nacheinander in die Grube gestiegen und dort verunglückt.
Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht, sagte der Pressesprecher der Gefahrenabwehr des Landkreises Limburg-Weilburg. Es seien keine giftigen Stoffe aus der Grube ausgetreten. Die Toten und Verletzten wurden am späten Nachmittag aus einer Auffangklärgrube der Gerberei geborgen. Sie waren von einem Mitarbeiter der Firma aufgefunden worden.
Rund 150 Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr und Gefahrenabwehr waren zeitweise im Einsatz. Da in dem Betrieb mit verschiedenen Chemikalien gearbeitet wird, werden die Einsatzkräfte, die unmittelbar mit den verletzten Personen in Kontakt standen, dekontaminiert und vorsorglich einem Arzt vorgestellt. Davon sind nach derzeitigem Stand etwa 45 bis 50 Einsatzkräfte betroffen.



