Drei Tote bei Unglück in Lederfabrik in Hessen
Drei Tote bei Unglück in Lederfabrik in Hessen

In Runkel in Mittelhessen sind drei Arbeiter ums Leben gekommen und zwei weitere lebensgefährlich verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag in einer Lederfabrik und Pelzgerberei. Ein Mitarbeiter entdeckte gegen 16:40 Uhr die Toten und Verletzten in einer Klärgrube des Betriebs.

Mehr als 150 Einsatzkräfte waren vor Ort, viele von ihnen in Schutzanzügen und mit Atemschutz. Sie mussten in einer eigens aufgebauten Schleuse dekontaminiert werden, bevor sie den Einsatzort verlassen durften. Die genaue Unglücksursache ist noch unklar. Es besteht der Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung beim Abstieg in die Grube, wie Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) mitteilte.

In der Klärgrube werden verschiedene Chemikalien aufgefangen, bei denen Dämpfe freigesetzt worden sein könnten. Die Polizei ermittelt zur genauen Todesursache. Die beiden Schwerverletzten wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung, da keine Gefahrstoffe über das Firmengelände hinaus ausgetreten sind.

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Innenminister Poseck zeigte sich betroffen: „Ich habe in meiner Amtszeit noch kein Ereignis mit drei Toten erlebt, das macht diese Situation ganz besonders traurig.“ Auch Runkels Bürgermeisterin Antje Hachmann äußerte sich entsetzt. Notfallseelsorger waren vor Ort, um die Angehörigen zu betreuen.

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