Kölner Dom: Dompropst verteidigt 12-Euro-Eintritt für Touristen
Kölner Dom: 12 Euro Eintritt verteidigt

Der Kölner Dompropst Guido Assmann hat die Einführung einer Besichtigungsgebühr für den Kölner Dom verteidigt. „Der Dom kostet jedes Jahr 16 Millionen Euro“, sagte er am Mittwochmorgen im „Morgenecho“ auf WDR 5. Von dieser Summe steuere das Erzbistum Köln 4,7 Millionen Euro bei, der Zentrale Dombauverein weitere 4 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen gebe 1,3 Millionen Euro, die Stadt Köln 200.000 Euro. Bereits jetzt erziele der Dom Einnahmen durch Eintrittsgelder für Turmbesteigungen und den Besuch der Schatzkammer.

Finanzierungslücke von vier Millionen Euro

Durch gestiegene Löhne, Material- und Energiekosten gebe es jedoch eine jährliche Finanzierungslücke von vier Millionen Euro, betonte Assmann. „Wir haben die Verpflichtung, die Menschen, die am Dom arbeiten, vernünftig zu bezahlen“, so der Dompropst. Deshalb bitte man nun Touristen um einen finanziellen Beitrag. Ab dem 1. Juli müssen erwachsene Besucherinnen und Besucher zwölf Euro pro Person bezahlen, wie das Domkapitel am Dienstag mitgeteilt hatte.

Wer weiterhin freien Eintritt hat

Freien Eintritt genießen Gottesdienstbesucher und Betende, Kinder bis 13 Jahre, Schwerbehinderte mit Begleitperson sowie Mitglieder des Zentralen Dombauvereins. Schüler ab 14 Jahren, Auszubildende, Studierende, Begleitpersonen von Schülergruppen sowie Inhaber eines Sozialpasses zahlen einen ermäßigten Preis von sechs Euro. Kritik an der Höhe der Ticketgebühr wies der Dompropst zurück: „Touristen, die aus fernen Ländern kommen, die teure Weltreisen oder eine Europareise machen und nach Köln kommen, werden sich wundern, dass es nur zwölf Euro sind.“ Eine Schifffahrt auf dem Rhein oder der Eintritt in etliche Museen in Köln seien teurer, argumentierte Assmann.

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