Nach dem gewaltsamen Tod einer 76-jährigen Frau in Hünfelden-Kirberg (Landkreis Limburg-Weilburg) wird ihr tatverdächtiger Sohn im Tagesverlauf dem Haftrichter vorgeführt. Die Leitende Oberstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Limburg, Ingrid Richter, teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass der Richter entscheiden werde, ob der 45-jährige Mann in Untersuchungshaft genommen oder vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird.
Tatverdächtiger schweigt zu den Vorwürfen
Der 45-Jährige soll seine Mutter während eines Streits angegriffen und angezündet haben – im Beisein seiner 103 Jahre alten Großmutter, die dabei schwer verletzt wurde. Sowohl der genaue Hergang der Tat als auch die Hintergründe der Auseinandersetzung und das Tatmotiv sind bislang unklar. „Der Mann hat sich bisher nicht zu dem Geschehen geäußert“, sagte Richter. Derzeit werde ein Kurzgutachten zum psychischen Gesundheitszustand des Beschuldigten erstellt.
Festnahme nach Flucht
Der 45-Jährige war nach der Gewalttat am Donnerstag zunächst geflüchtet, aber im Zuge einer Fahndung am Abend gefasst und festgenommen worden. Nach Polizeiangaben war den Beamten zunächst am frühen Abend ein Brand in einem Wohnhaus gemeldet worden. Dort wurde die leblose 76-jährige Frau aufgefunden. Die 103 Jahre alte Großmutter des Mannes, die sich ebenfalls in dem Haus aufhielt, wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Welche Art von Verletzungen sie erlitten hat, wurde zunächst nicht bekannt.
Weitere Ermittlungen laufen
Die Staatsanwaltschaft Limburg ermittelt nun wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Die Entscheidung über die weitere Unterbringung des Tatverdächtigen wird nach der Vorführung beim Haftrichter erwartet. Die Öffentlichkeit wartet gespannt auf weitere Details zu diesem tragischen Fall.



