13 Wochenendtipps für Berlin: Josephine Baker, Kate Bush und Madness
13 Wochenendtipps: Josephine Baker, Kate Bush und Madness in Berlin

Das Wochenende in Berlin und Potsdam hält trotz unsicherer Ticketlage zahlreiche kulturelle Höhepunkte bereit. Von einer Ausstellung über Niki de Saint Phalle über einen Kate-Bush-Flashmob bis hin zu Madness – hier sind 13 Tipps für Kurzentschlossene.

Samstag, 5. Juli 2026: Kunst und Musik

1. Ausstellung: Nikification – Niki de Saint Phalle

Die Ausstellung im Berliner Lützowplatz beleuchtet das komplexe Verhältnis der Künstlerin zu Deutschland. Ihre drei Grazien, die für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des wiedervereinten Deutschlands stehen, wurden nie realisiert. Gezeigt werden Werke wie „Les Trois Grâces“ (1995-2003).

2. Musikfestival: Down By The River

Das Indiepop-Festival feiert sein 15. Jubiläum an urbanen Wasserlagen. Zum Line-up gehören Seth Faergolzia (New Yorker Avant-Folk), Frau Kraushaar (Hamburg), Freschard (burgundischer Scheunenfolk) und Paloma 004 (Garagenrock). Die Heterogenität ist Programm – am besten beim Flanieren zwischen den Bühnen genießen.

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3. Benefiz: The Most Wuthering Heights Day Ever

Erstmals kommt der Kate-Bush-Flashmob nach Potsdam ins Schloss Lindstedt. Teilnehmer tanzen in roten Kleidern und mit roten Blumen im Haar die Choreografie des ikonischen Videos von 1978 – für einen guten Zweck. Der Tag ist auch eine Hommage an Emily Brontë.

4. Gartenfest: Draußen… Unter Kiefern / Draußen… Im Museum

Das Brücke-Museum eröffnet eine Doppelausstellung zur Beziehung zwischen Natur und Kunst. Auf dem Waldgelände gibt es einen künstlerischen Lehrpfad. Zur Eröffnung laden eine Gartenparty mit dem Wilden Eisladen von Eva-Fiore Kovacovsky, Musik von Amuleto Manuela und Künstlergespräche.

5. Filmreihe: In weiter Ferne, so nah!

Das Zeughauskino und Kino Krokodil zeigen bis Jahresende acht Programme mit tschechischen und slowakischen Filmen. Höhepunkt ist Miloš Formans „Der Feuerwehrball“ (1967), eine bittere Gesellschaftsgroteske über eine gerontokratische Machtclique.

6. Theater: Zwanzig Minuten

Judith Kuckart erarbeitete mit dem inklusiven Ensemble des Theater Thikwa ein Stück über die zwanzig Minuten, die das Leben verändern können – von der Wartezeit beim Zahnarzt bis zur Ankunft der Polizei.

7. Open Air: Klassik am Weberplatz

Das Collegium musicum lädt zur Foxtrott-Tanznacht vor der Friedrichskirche (Sa 20:30 Uhr). Am Sonntag gibt es ein Familienkonzert mit dem Orchester „Stringendo“ und dem Märchen „Die klingenden Siebenmeilenstiefel“ (16 Uhr).

Sonntag, 6. Juli 2026: Familien, Jazz und Lesungen

8. Kinder: Berliner Bilderbuchfest

Die Buchbox lädt zum Bilderbuchfest mit über 40 Ständen, Lesezelt mit Autoren wie Michael Feindler und Tobias Goldfarb, Familienpop mit Anton, Kinderrock mit Raketen Erna, Bastelworkshops und Kinderschminken. Kai Lüftner bringt Furzipups, den Knatterdrachen mit.

9. Open Air: Jazz in the Garden

Das Nigun Quartet aus Israel verbindet chassidische Melodien mit Jazz. Das Konzert ist Teil der Reihe Zukunftsmusik im Jüdischen Museum Berlin. Drinnen läuft noch die Sonderausstellung „Between the Lines. Daniel Libeskind und das Jüdische Museum Berlin“ bis 31.10.

10. Lesung: Dennenesch Zoudé über Josephine Baker

Schauspielerin Dennenesch Zoudé nähert sich mit einer musikalischen Lesung dem Leben von Josephine Baker – der Tänzerin, Sängerin, Widerstandskämpferin und Mutter von zwölf adoptierten Kindern.

11. Album-Release-Konzert: Anne Sofie von Otter „Berlin! Berlin! Berlin!“

Die Mezzosopranistin und Schauspieler Nico Holonics bringen ein Programm mit Kabarett-Chansons, Balladen und frühem Jazz aus den 1920er-1940er Jahren. Begleitet vom Salonorchester der Komischen Oper Berlin und Adam Benzwi.

12. Kinder: Dikka – Boah ist das Krass Tour 2

Das rappende Rhinozeros Dikka (Simon Lerch-Müller) gibt ein Zusatzkonzert nach ausverkaufter Show. Kinder können in gesicherten Bereichen mit freier Sicht vor der Bühne feiern und Erinnerungsfotos mit Dikka machen.

13. Ska: Madness

Die britische Band um Suggs spielt ihre unverwechselbare Mischung aus Ska, Pop und Humor. Klassiker wie „Our House“ und „One Step Beyond“ sowie neuere Stücke wie „My Name is Michael Caine“ versprechen einen tanzbaren Abend.

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