Sabotage beim AfD-Parteitag: Star-Wars-Melodie aus verstecktem Lautsprecher
Sabotage beim AfD-Parteitag: Star-Wars-Melodie aus Lautsprecher

Während der Wahl des neuen Bundesvorstands auf dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt wurde die Versammlung am Samstag durch die unerwarteten Klänge des „Imperialen Marschs“ aus Star Wars gestört. Die berühmte Darth-Vader-Melodie dröhnte durch die Messehalle und sorgte für Verwirrung unter Delegierten und Ordnern. Zunächst rätselten alle über die Quelle des Geräuschs: Mal klang es wie eine Tröte vom Hallendach, dann schien der Ton aus den Lüftungsrohren unter der Decke zu kommen. Einige vermuteten sogar einen Blockflötenspieler in der Lüftung.

Techniker und BKA entdecken versteckten Lautsprecher

Die Auflösung folgte schnell: Techniker und das Bundeskriminalamt (BKA) fanden nach wenigen Minuten einen eingebauten Bluetooth-Lautsprecher in der Wand der Messehalle. Das Gerät war gut zwischen Verkleidung und Wand versteckt und spielte die Melodie aus der Ferne ab – offenbar als gezielte Störaktion gegen den Parteitag. Ein Sicherheitsmann erklärte auf Nachfrage: „Es war ein versteckter Lautsprecher in der Verkleidung der Hallenwand verbaut. Ein Mensch war es nicht.“ Der Lautsprecher wurde umgehend entfernt, woraufhin die Musik verstummte.

Unklare Täter und Sicherheitslücken

Wann der Lautsprecher in der Messehalle deponiert wurde, ist bislang unklar. BILD-Reportern war am Vorabend des Parteitags der Zutritt zur Halle aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Das BKA hatte die Halle am Vorabend mit Spürhunden durchsucht, jedoch den Lautsprecher offenbar nicht entdeckt. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit bei politischen Großveranstaltungen auf. Die AfD selbst äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Die Ermittlungen dauern an.

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