AfD-Parteitag: Weidel triumphiert, Chrupalla verliert Machtkampf
Weidel triumphiert, Chrupalla verliert bei AfD-Parteitag

Der Machtkampf an der Spitze der AfD ist entschieden. Auf dem Bundesparteitag in Erfurt erzielte Co-Vorsitzende Alice Weidel mit 81,3 Prozent der Delegiertenstimmen ein starkes Ergebnis, während ihr Co-Chef Tino Chrupalla mit 70 Prozent eine herbe Niederlage erlitt. Vor zwei Jahren hatte Chrupalla noch 82,7 Prozent der Stimmen erhalten – ein deutlicher Vertrauensverlust.

Weidel festigt Führungsrolle

BILD-Chefautor analysierte den Parteitag und stellte fest: „Der Machtkampf ist entschieden.“ Weidel konnte ihre Position innerhalb der Partei deutlich ausbauen. Sie gilt als pragmatischer und moderater, während Chrupalla eher den rechten Flügel repräsentiert. Die Abstimmungsergebnisse spiegeln die innerparteilichen Kräfteverhältnisse wider.

Chrupalla mit Verlusten

Chrupallas Rückgang um mehr als zwölf Prozentpunkte zeigt, dass er an Rückhalt verloren hat. Beobachter führen dies auf interne Konflikte und strategische Differenzen zurück. Der Parteitag war von hitzigen Debatten geprägt, insbesondere über den Kurs der Partei in der Migrations- und Europapolitik.

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Proteste und Sicherheitsvorkehrungen

Der Parteitag wurde von massiven Protesten begleitet. Tausende Demonstranten versammelten sich vor der Halle, die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Es kam zu vereinzelten Zusammenstößen, bei denen mehrere Beamte verletzt wurden. Der hessische Innenminister warnte vor Gewalt und betonte: „Gewalt und Rechtsbrüche sind undemokratisch.“

Weidels Rede sorgt für Lacher

In ihrer Rede sorgte Weidel für Lacher, als sie auf ein Zitat aus dem Wahlprogramm der Grünen anspielte. Sie rief zu Geschlossenheit auf und kündigte einen harten Wahlkampf an. Höcke, der auf der Wahlparty sprach, sorgte mit der Aussage „Erst der Osten, dann ganz Deutschland!“ für Aufsehen.

Bedeutung für die Bundestagswahl

Die AfD liegt in Umfragen bundesweit bei rund 20 Prozent und könnte bei der Bundestagswahl 2025 zweitstärkste Kraft werden. Der Machtkampf an der Spitze könnte jedoch die Geschlossenheit der Partei gefährden. Experten sehen in Weidels Triumph eine Chance für eine gemäßigtere Ausrichtung, während der rechte Flügel um Höcke weiter an Einfluss gewinnen will.

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