89-Jähriger ertrinkt im Schlachtensee: Zeugin berichtet von Hilflosigkeit
89-Jähriger ertrinkt im Schlachtensee – Zeugin berichtet

Ein 89-jähriger Mann ist am Samstagmorgen beim Schwimmen im Schlachtensee in Berlin ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, hatten Passanten den Senior beim Baden beobachtet. Als er unter Wasser geriet und nicht wieder auftauchte, alarmierten die Augenzeugen die Rettungskräfte. Taucher der Feuerwehr wurden eingesetzt und entdeckten den Mann nach intensiver Suche. Ein Notarzt konnte an Land nur noch seinen Tod feststellen.

Polizei ermittelt – kein Fremdverschulden

Die Polizei ermittelt nun zu den Hintergründen. Es gebe keine Anzeichen für ein Fremdverschulden, sagte eine Polizeisprecherin. Wie in solchen Fällen üblich, soll in einem Todesermittlungsverfahren geklärt werden, was zum Tod führte. Dafür wird die Leiche in der Gerichtsmedizin obduziert.

Ähnlicher Vorfall an der Krummen Lanke – Zeugin meldet sich

Erst Ende Juni kam es zu einem ähnlichen Badeunfall an der Krummen Lanke in Zehlendorf. Ein 17-jähriger Schüler war im See untergegangen und tauchte kurz darauf bewusstlos im Wasser auf. Zeugen zogen ihn aus dem See, Rettungskräfte reanimierten ihn und brachten ihn in eine Klinik, wo er später starb. Der Fall löste eine Debatte über Zivilcourage aus.

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Nach dem Badeunfall meldete sich eine erschütterte Zeugin auf der Plattform „nebenan.de“ zu Wort. Sie richtete einen dringenden Appell an die Öffentlichkeit: „Trotz mehrfacher lauter Hilferufe seiner Freunde haben die Badegäste … ausdrücklich mich eingeschlossen … erst spät reagiert und die Feuerwehr gerufen.“ Außerdem sei viel Zeit vergangen, bevor ein Rettungsring geholt wurde. Die Frau bat eindringlich darum, auf Hilferufe sofort zu reagieren, erste Hilfe zu leisten und nicht tatenlos zuzuschauen. Von dem Vorfall tief betroffen, kündigte sie an, ihren Erste-Hilfe-Kurs auffrischen zu wollen.

Appell zur Zivilcourage und praktische Tipps

Eine weitere Nutzerin wies darauf hin, dass viele Menschen vor einer Herzdruckmassage zurückschreckten, etwa aus Angst, etwas falsch zu machen. Ihr Fazit: „Einfach machen ist besser, als gar nichts zu tun.“ Unter dem Beitrag teilten andere Nutzer praktische Tipps, um handlungsfähig zu sein. So gebe es etwa Audioanleitungen für die Reanimation, die bereits für rund 20 Euro erhältlich seien. Eine Nutzerin teilte zudem Hinweise der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die erklären, woran man ertrinkende Menschen erkennen kann.

Sicherheitshinweise der Feuerwehr

Die Feuerwehr weist immer wieder darauf hin, zur eigenen Sicherheit nur zugelassene Badestellen zu nutzen, nicht in unbekannte Gewässer zu springen und die Hinweise der Rettungsschwimmer zu beachten. Es sollte Sonnencreme benutzt und direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Wichtig sei, viel zu trinken (alkoholfrei) und nicht direkt nach dem Essen ins Wasser zu springen.

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