Amoktat in Schongau: 16-Jähriger in U-Haft – Schule öffnet wieder
Amoktat in Schongau: 16-Jähriger in U-Haft – Schule öffnet

Nach der mutmaßlichen Amoktat am Welfen-Gymnasium im oberbayerischen Schongau hat die Schule am Donnerstag den Unterricht wieder aufgenommen. Der 16-jährige Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft. Die beiden verletzten 13-jährigen Schülerinnen sind inzwischen außer Lebensgefahr. Eine von ihnen musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Kriseninterventionsteams vor Ort

Das zuständige Landratsamt betonte, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen wolle. Kriseninterventionsteams sind vor Ort, um Schülern und Lehrern bei der Verarbeitung der Ereignisse zu helfen. Der Erste Bürgermeister Thomas Schleich schrieb auf Instagram: „Die Bilder dieses Tages werden uns noch lange begleiten. Ein Tag, der uns alle verändert hat.“ Er dankte den Einsatzkräften und versprach: „Wir lassen Euch jetzt nicht allein.“

Tathergang und Festnahme

Der Täter, ein ehemaliger Mitschüler, betrat am Mittwoch das Schulgelände, gab einen Schuss aus einer Pistole ab, und als die Waffe versagte, griff er zwei 13-Jährige mit einem Messer an. Lehrkräfte halfen der Polizei, den Jugendlichen zu überwältigen. Laut Polizei war der 16-Jährige wegen psychischer Probleme in Behandlung und hatte zuvor Drohungen ausgesprochen. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

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Ermittlungen zu Motiv und Waffenherkunft

Die Wohnung des Jugendlichen, der bei seinen Eltern lebt, wurde durchsucht. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Suche nach dem Motiv und die Herkunft der Schusswaffe. Seine Hardware soll ausgewertet werden. Die Staatsanwaltschaft prüft den Tatvorwurf, unter anderem wegen versuchten Tötungsdelikts.

Reaktionen aus der Politik

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), in dessen Wahlkreis der Vorfall stattfand, sagte nach einem Besuch in der Schule: „Wir erleben schreckliche Stunden hier in Schongau. Wir stehen schockiert vor dieser irrsinnigen Tat.“ Die Schule mit rund 800 Schülern und 80 Lehrkräften sowie die gesamte 12.000-Einwohner-Gemeinde ist tief betroffen.

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