Amoktat in Stade: Sechs Tote in Mutter-Kind-Heim – Großes Entsetzen
Amoktat in Stade: Sechs Tote in Mutter-Kind-Heim

In der niedersächsischen Kleinstadt Stade hat eine Amoktat tiefe Betroffenheit ausgelöst. In einem Mutter-Kind-Heim fielen Schüsse, sechs Menschen kamen ums Leben. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einer Beziehungstat aus. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Die Tat: Sechs Tote in einer Schutzeinrichtung

Am späten Abend des 29. Juni 2026 drang ein bewaffneter Täter in ein Mutter-Kind-Heim in Stade ein und eröffnete das Feuer. Sechs Menschen starben, mehrere wurden verletzt. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Polizei um Bewohnerinnen und Betreuer der Einrichtung. Der mutmaßliche Täter, ein 45-jähriger Mann aus der Region, stellte sich wenig später der Polizei und wurde festgenommen.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stade gibt es Hinweise auf eine Beziehungstat. „Wir gehen davon aus, dass der Täter eine persönliche Beziehung zu einer der Bewohnerinnen hatte“, sagte ein Sprecher. Die Ermittlungen zu Motiv und genauen Tathergang dauern an.

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Schock und Trauer in der Region

Die Tat hat in Stade und ganz Niedersachsen für Entsetzen gesorgt. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sprach von einer „unfassbaren Tragödie“ und drückte den Angehörigen sein Mitgefühl aus. „Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien. Wir werden alles tun, um das Geschehen aufzuklären“, so Weil.

Vor dem Mutter-Kind-Heim versammelten sich zahlreiche Anwohner, um Kerzen und Blumen niederzulegen. Viele zeigten sich fassungslos. „So etwas hat es hier noch nie gegeben. Stade ist eine friedliche Stadt“, sagte eine Anwohnerin unter Tränen. Die Polizei hat die Umgebung weiträumig abgesperrt, die Spurensicherung ist im Einsatz.

Mutter-Kind-Heim als Zufluchtsort

Das betroffene Mutter-Kind-Heim bietet schutzsuchenden Frauen und ihren Kindern Unterkunft und Betreuung. Es wird von einem gemeinnützigen Träger betrieben. Nach Angaben des Betreibers handele es sich um eine Einrichtung, die speziell auf die Bedürfnisse von Müttern in Notlagen ausgerichtet sei. „Wir sind zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien“, erklärte der Träger in einer ersten Stellungnahme.

Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet, um die Tat zu untersuchen. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob der Täter in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden muss. Ein Haftbefehl wurde bereits erlassen.

Reaktionen aus der Politik

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zeigte sich bestürzt. „Diese schreckliche Tat macht mich fassungslos. Mein tiefes Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen“, schrieb sie auf Twitter. Auch Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) kündigte eine lückenlose Aufklärung an.

Die Amoktat in Stade reiht sich ein in eine Serie von Gewalttaten in Deutschland. Erst im Mai hatte ein Mann in einem Kino in Stuttgart mehrere Menschen verletzt. Die Diskussion über schärfere Waffengesetze und bessere Präventionsmaßnahmen wird nun neu entfacht.

Ermittlungen und Hintergründe

Der Täter, ein 45-jähriger Deutscher, war polizeibekannt, jedoch nicht wegen Gewalttaten. Er soll psychische Probleme gehabt haben. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung und sicherte Beweismittel. Die Tatwaffe, eine Pistole, wurde sichergestellt. Die Ermittler prüfen, ob der Täter legal im Besitz der Waffe war.

Die Einrichtung in Stade wird von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die verletzten Personen schweben nach Angaben der Klinik nicht in Lebensgefahr. Die Behörden haben eine Hotline für Angehörige und Betroffene eingerichtet.

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