Betrunkener Kapitän und überfülltes Floß: Polizei stoppt Bootsfahrten in Potsdam
Betrunkener Kapitän: Polizei stoppt Bootsfahrten in Potsdam

Ein betrunkener Kapitän mit 0,82 Promille, ein überfülltes Floß und ein Motorboot, das eine Fähre außer Betrieb setzte: Die Wasserschutzpolizei Potsdam hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun. Gleich mehrere Vorfälle auf den Gewässern rund um Potsdam führten zu vorzeitigen Fahrtenenden und sogar zu einer zweieinhalbstündigen Sperrung einer Wasserstraße.

Überfülltes Floß und alkoholisierter Bootsführer

Bereits am Freitagabend stoppte die Wasserschutzpolizei ein gemietetes Floß auf der Potsdamer Havel. Grund: An Bord befanden sich zehn Personen, obwohl das Floß nur für acht Gäste zugelassen ist. Zudem stellten die Beamten bei dem 50-jährigen Bootsführer einen Atemalkoholwert von 0,82 Promille fest. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Die Polizei wertet den Vorfall als Ordnungswidrigkeit.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich auf dem Tiefen See in Potsdam. Dort war am Wochenende ein Mann mit einem gemieteten Sportboot unterwegs – ebenfalls alkoholisiert. Ein Atemalkoholtest ergab 0,56 Promille. Auch hier handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Die Beamten leiteten entsprechende Verfahren ein.

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Motorboot beschädigt Fährseil – Fähre außer Betrieb

Zu einem weiteren Zwischenfall kam es am Samstag. Ein größeres Motorboot hatte seinen Anker nicht eingeholt und verfing sich damit im unter Wasser liegenden Führungsseil der Fähre, die zwischen Potsdam-West und der Halbinsel Hermannswerder verkehrt. Durch die Kollision wurde die Antriebsmechanik des Seils am Ufer beschädigt, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei mitteilte. Die Wasserstraße musste für rund zweieinhalb Stunden gesperrt werden. Der Fährbetrieb wurde eingestellt. Wie lange die Reparatur dauern wird, ist derzeit noch unklar.

Polizei appelliert an Vernunft der Bootsführer

Die Vorfälle zeigen, dass trotz der sommerlichen Temperaturen und der damit verbundenen Freude am Wassersport die Verkehrsregeln auf dem Wasser nicht vernachlässigt werden dürfen. Die Wasserschutzpolizei kündigte an, die Kontrollen auf den Gewässern zu intensivieren, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Insbesondere Alkohol am Steuer und Überbesetzung von Booten stellten eine ernste Gefahr dar.

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