Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat die Polizei mehrere Personen in Gewahrsam genommen, betont jedoch, dass es sich nicht um Tatverdächtige handelt. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Theorie mehrerer Täter. Polizei-Sprecher Florian Nath erklärte: „Wir haben immer noch die Ermittlungshypothese, dass es nicht nur ein Tatverdächtiger sein könnte.“
Befragungen und Gewahrsam
„Wir haben mehrere Personen, die wir natürlich im Zusammenhang mit dieser ganzen Tat befragt haben, die wir auch teilweise im Gewahrsam hatten, die wir im Gewahrsam haben“, so Nath. Allerdings müssten diesen Personen konkrete Tatverdachtsmomente zugeordnet werden. Falls dies nicht gelinge, würden sie nach Ablauf von 48 Stunden entlassen. Ein weiterer Polizeisprecher teilte RTL/ntv mit, dass sich eine Person mit möglichem Tatzusammenhang in Polizeigewahrsam befinde.
Untersuchung des Tatfahrzeugs
Im Tiergarten, dem Ort des Angriffs, war die Polizei am Nachmittag weiterhin mit der Tatortarbeit befasst. Das für die Tat genutzte Fahrzeug wird von einem Unfallgutachter akribisch untersucht, wie Nath erläuterte. Die Mordkommission hat die Federführung der Ermittlungen übernommen. „Wir sind die ganze Zeit dabei, Spuren zu analysieren und dann tatsächlich auch diese Spuren aneinanderzulegen, um nachher ein komplettes Tatbild, einen Tathergang rekonstruieren zu können und den dann auch gerichtsfest beweisen zu können“, sagte Nath.
Eingesetzte Waffe und Verletzungsmuster
Bei dem Angriff scheint eine Hieb- oder Stichwaffe eingesetzt worden zu sein, bestätigt durch Zeugenaussagen. Die Ermittler arbeiten daran, den genauen Waffentyp zu verifizieren und die Verletzungsmuster der Opfer zu dokumentieren. Nath betonte, dass dies ein zentraler Bestandteil der Ermittlungen sei, um den Tathergang exakt rekonstruieren zu können.
Weitere Schritte
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen könnten. Die Ermittlungen dauern an, und die Behörden prüfen alle verfügbaren Spuren, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der CSD in Berlin steht weiterhin unter dem Eindruck des Anschlags, der die queere Gemeinschaft erschüttert hat.



