Großaufgebot der Polizei in Kiel-Mettenhof
Seit dem frühen Morgen des 14. Juli 2026 läuft im sogenannten „Weißen Riesen“, einem 25-stöckigen Hochhaus im Kieler Stadtteil Mettenhof, ein großer Polizeieinsatz. Wie die Polizei Kiel mitteilte, wird im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen versuchten Mord eine DNA-Reihenuntersuchung bei den Bewohnern durchgeführt. Der Einsatz begann um 6 Uhr und dient der Aufklärung eines Vorfalls aus der Nacht vom 1. auf den 2. Juli.
Hintergrund: Pflasterstein traf Polizeibeamtin
Gegen 0:45 Uhr hatte eine bislang unbekannte Person einen Pflasterstein aus dem Hochhaus auf einen Streifenwagen geworfen. Der Stein durchschlug die Frontscheibe und traf eine 25-jährige Polizeibeamtin auf dem Beifahrersitz an der Hand und am Sprunggelenk. Sie sei seitdem nicht dienstfähig, so die Polizei. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt. Der Pflasterstein konnte sichergestellt werden; an ihm wurden DNA-Spuren gefunden.
DNA-Reihenuntersuchung angeordnet
Das Amtsgericht Kiel hat eine DNA-Reihenuntersuchung für alle Personen angeordnet, die in dem 25-stöckigen Wohnhaus gemeldet oder tatsächlich wohnhaft sind und zum Tatzeitpunkt das 14. Lebensjahr vollendet hatten. Die Abgabe der Probe ist jedoch freiwillig, wie der NDR unter Berufung auf die Polizei berichtet. Abgegebene Proben würden ausschließlich für diesen Fall genutzt und anschließend vernichtet.
Hintergrundinformationen zum Fall
Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Mettenhof, der für seine Hochhaussiedlungen bekannt ist. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes. Die DNA-Reihenuntersuchung soll helfen, den Täter zu identifizieren. Die Beamten hoffen, durch die freiwillige Abgabe der Proben den Fall aufklären zu können. Die Polizei betont, dass die Maßnahme verhältnismäßig und rechtlich abgesichert sei.



