Die Staatsanwaltschaft von Liechtenstein hat ein Ermittlungsverfahren gegen zwei Polizisten eingeleitet. Die Beamten sollen einen zwölfjährigen Jungen auf einem E-Scooter verfolgt und dabei einen Sturz des Kindes verursacht haben. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Wochenende und wurde von einem Zeugen gefilmt. Das Video, das unter anderem von der Online-Plattform „Blick“ veröffentlicht wurde, zeigt eine brutale Verfolgungsjagd, bei der der Junge schließlich zu Fall kommt.
Hintergrund der Verfolgungsjagd
Nach ersten Erkenntnissen der Landespolizei Liechtenstein war der Zwölfjährige ohne Helm und mit überhöhter Geschwindigkeit auf einem E-Scooter unterwegs. Als die Polizisten ihn kontrollieren wollten, flüchtete der Junge. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, die schließlich in einem Sturz des Kindes endete. Der Junge wurde dabei leicht verletzt und musste medizinisch versorgt werden. Die genauen Umstände des Sturzes sind nun Gegenstand der Ermittlungen.
Rechtliche Bewertung und Konsequenzen
Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Polizisten ihre Befugnisse überschritten haben. „Wir müssen klären, ob die Verfolgungsjagd verhältnismäßig war und ob die Beamten den Sturz des Kindes hätten vermeiden können“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber „Blick“. Die beiden Polizisten wurden vorläufig vom Dienst suspendiert. Die Ermittlungen dauern an.
Reaktionen und Diskussion
Der Fall hat in Liechtenstein und den angrenzenden Ländern für Diskussionen gesorgt. Kritiker werfen der Polizei unverhältnismäßige Härte vor. „Ein Kind mit einem E-Scooter zu jagen, bis es stürzt, ist inakzeptabel“, sagte ein Sprecher einer Kinderschutzorganisation. Die Polizei hingegen betont, dass die Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden müsse. Der Fall zeigt die Herausforderungen im Umgang mit jungen Verkehrsteilnehmern auf.



