Im laufenden Prozess um den getöteten achtjährigen Fabian hat der zuständige Gerichtsmediziner am Donnerstag vor dem Landgericht seine Gutachten vorgestellt. Der Mediziner sprach von einer „hohen Gewaltintensität“, die auf den Jungen eingewirkt habe. Die Verletzungen, die Fabian erlitten hatte, seien so schwerwiegend gewesen, dass sie letztlich zum Tod führten.
Details der Obduktion
Der Sachverständige erläuterte detailliert die Befunde der Obduktion. Demnach wies der Körper des Kindes multiple Hämatome und Frakturen auf. Besonders die Kopfverletzungen seien als „massiv“ einzustufen. Die genaue Rekonstruktion des Tathergangs gestalte sich jedoch schwierig, da mehrere Gewalteinwirkungen zeitnah erfolgt sein könnten.
Spuren am Tatort
Neben den medizinischen Gutachten befasste sich das Gericht auch mit einer auffälligen Spur am Tatort. Im Carport des elterlichen Hauses wurde ein Grillanzünder sichergestellt. Die Ermittler prüfen nun, ob dieses Beweismittel mit der Tat in Verbindung steht. Es wird untersucht, ob der Anzünder möglicherweise zur Spurenbeseitigung oder gar zur Tat selbst verwendet wurde.
Aussagen der Polizei
Eine Polizistin, die am Tatort eingesetzt war, sagte zum Alibi des Vaters aus. Sie bestätigte, dass der Vater zum fraglichen Zeitpunkt nicht am Tatort gewesen sei. Dennoch bleiben Fragen offen, da andere Indizien auf eine mögliche Beteiligung hindeuten könnten.
Weitere Verhandlungstage
Der Prozess wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Weitere Sachverständige und Zeugen sollen gehört werden. Die Staatsanwaltschaft hält an ihrer Anklage fest, die dem Angeklagten Mord vorwirft. Die Verteidigung kündigte an, die Gutachten kritisch zu hinterfragen.



