Nach CSD-Angriff: Dobrindt und Wegner geben Pressekonferenz
CSD-Angriff: Dobrindt und Wegner vor Presse

Nach dem gewaltsamen Angriff am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin planen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine gemeinsame Pressekonferenz. Diese ist für 13:00 Uhr direkt am Tatort im Tiergarten angesetzt, wie die Senatsverwaltung mitteilte. Neben den beiden Politikern wird auch Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel an der Pressekonferenz teilnehmen. Die Veranstaltung soll Aufschluss über die Hintergründe der Attacke geben und die Sicherheitslage bewerten.

Angriff auf Teilnehmer des CSD

Der Vorfall ereignete sich am Samstagabend während der CSD-Feierlichkeiten in Berlin. Nach Polizeiangaben wurden mehrere Menschen verletzt, als eine Gruppe auf Teilnehmer des Umzugs losging. Die genauen Umstände sind noch nicht abschließend geklärt. Die Berliner Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Medienberichten zufolge könnte es sich um einen homophoben Angriff handeln. Der CSD in Berlin ist eine der größten LGBTQ+-Demonstrationen Europas und zieht jedes Jahr Hunderttausende Besucher an.

Politische Reaktionen und geplante Maßnahmen

Bundesinnenminister Dobrindt kündigte an, sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. Er reiste eigens nach Berlin, um an der Pressekonferenz teilzunehmen. Auch der Regierende Bürgermeister Wegner zeigte sich bestürzt über den Vorfall. „Solche Angriffe sind nicht hinnehmbar. Wir werden alles tun, um die Täter zu finden und die Sicherheit auf Veranstaltungen zu erhöhen“, ließ Wegner über seinen Sprecher mitteilen. Nach der Pressekonferenz ist für 16:00 Uhr eine Sondersitzung des Berliner Senats anberaumt. Anschließend sind Pressestatements am Roten Rathaus geplant.

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Zahlen und Hintergründe zum CSD in Berlin

Der CSD in Berlin zählt jährlich über 500.000 Teilnehmer. Laut Polizeistatistik kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu vereinzelten Übergriffen. Die Behörden hatten für den diesjährigen Umzug ein erhöhtes Sicherheitsaufgebot bereitgestellt. Dennoch gelang es den Tätern offenbar, unbemerkt zuzuschlagen. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden. Die Pressekonferenz im Tiergarten wird live übertragen.

Ausblick und weitere Entwicklungen

Es wird erwartet, dass Dobrindt und Wegner konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzes von Großveranstaltungen ankündigen. Die oppositionellen Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus forderten bereits eine Sondersitzung des Innenausschusses. Die Attacke löste auch bundesweit Empörung aus. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) sprach von einem „weiteren Warnsignal“ für die zunehmende Gewalt gegen LGBTQ+.

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