Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin führt ab 2026 Eintrittsgebühren für die Turmbesteigung ein. Das gab Pfarrerin Kathrin Oxen bekannt. Der Schritt ist Teil einer Neuausrichtung des historischen Turms als touristische Attraktion. Die Umbauarbeiten beginnen voraussichtlich im September und dauern rund zwei Jahre. Die genaue Höhe des Eintrittspreises steht noch nicht fest.
Hintergrund der Entscheidung
Die Kirchenstiftung möchte den Turm der Gedächtniskirche besser nutzen und als Ausflugsziel etablieren. Ähnlich wie beim Kölner Dom, der ab 1. Juli 2026 einen Eintritt von 12 Euro verlangt, sollen mit den Einnahmen Pflege und Schutz des Bauwerks finanziert werden. Allerdings bleiben geistliche Aktivitäten wie Andachten, Gottesdienste und Gebete weiterhin kostenfrei.
Was ändert sich für Besucher?
Die alte Turmruine wird kostenpflichtig, während das neuere Kirchengebäude von Egon Eiermann weiterhin ohne Eintritt zugänglich ist. Auch der Turm selbst kann für Andachten oder das „Versöhnungsgebet von Coventry“ kostenfrei genutzt werden. Die geplante Dauerausstellung im Turm wird nach ihrer Erweiterung gebührenpflichtig sein.
Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Berlins und zieht Besucher aus aller Welt an. Mit der Einführung der Eintrittsgebühren will die Stiftung die Zukunft des Denkmals sichern.



