Gerichtserfolg für Christian Ulmen gegen „Spiegel“-Berichterstattung
Gerichtserfolg für Ulmen gegen „Spiegel“

Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg hat dem Magazin „Der Spiegel“ teilweise untersagt, über angebliche Deepfake-Videos im Zusammenhang mit Christian Ulmen zu berichten. Der 50-jährige Schauspieler und Moderator erzielte damit einen Teilerfolg in seinem Rechtsstreit gegen das Nachrichtenmagazin. Der Beschluss wurde am Dienstag veröffentlicht.

Gericht beanstandet fehlende Beweistatsachen

Konkret darf der „Spiegel“ nach Auffassung des Gerichts nicht den Verdacht erwecken, Ulmen habe Deepfake-Videos seiner Ex-Frau Collien Fernandes (44) hergestellt oder verbreitet. Zur Begründung erklärten die Richter, es fehle ein „Mindestbestand an Beweistatsachen“. Ulmen und Fernandes waren von 2011 bis 2025 verheiratet. Bei Deepfakes handelt es sich um mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) manipulierte oder komplett neu erstellte Bilder, Videos und Audios.

Ulmen hatte sich mit einer sofortigen Beschwerde gegen einen Beschluss des Landgerichts Hamburg gewehrt. Das Landgericht hatte Anfang Mai einen Großteil der im März veröffentlichten „Spiegel“-Berichterstattung noch für zulässig gehalten. In zweiter Instanz hatte Ulmen nun teilweise Erfolg.

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Andere Vorwürfe bleiben zulässig

Nicht durchsetzen konnte sich der Schauspieler bei anderen Passagen. Teile der Berichterstattung über die von Ex-Frau Collien Fernandes erhobenen Gewaltvorwürfe bleiben weiterhin erlaubt. Der Rechtsstreit zwischen Ulmen und dem Magazin ist damit nur teilweise entschieden. Das Oberlandesgericht bestätigte zwar einen Teil der Beanstandungen, ließ andere Passagen jedoch bestehen.

Fernandes erhob im März zum ersten Mal schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann, über die der „Spiegel“ berichtete. Es geht um jahrelange digitale Gewalt, Identitätsmissbrauch und Sex-Chats unter ihrem Namen. Ermittler prüfen diese Vorwürfe derzeit. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam gegen Ulmen – wegen des Verdachts der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt.

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