Heimliche Fotos: Vorwürfe gegen Schulleitung in Potsdam
Heimliche Fotos: Vorwürfe gegen Schulleitung

Im Skandal um heimliche intime Fotos am Potsdamer Hannah-Arendt-Gymnasium hat ein anonymes Schreiben, das mutmaßlich von Eltern einer betroffenen Schülerin stammt, schwere Vorwürfe gegen die Schulleitung erhoben. Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die Dauer der Reaktion der Schulleitung auf die Vorfälle.

Vorwürfe der Eltern: Zu späte Reaktion

In dem Schreiben, das dem Tagesspiegel vorliegt, wird beanstandet, dass die Schulleitung zu lange gezögert habe, nachdem bekannt wurde, dass zwei Schüler heimlich intime Fotos von mehreren Mitschülerinnen angefertigt haben sollen. Die Eltern fordern eine umfassende Aufklärung und kritisieren mangelnde Transparenz.

Behörden reagieren zurückhaltend

Das Bildungsministerium und die Polizei zeigten sich zunächst zurückhaltend zu den neuen Vorwürfen. Allerdings korrigierten sie in einem Punkt ihre bisherige Darstellung: Entgegen früheren Angaben bestätigten sie, dass die Schulleitung bereits frühzeitig informiert war. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte: „Die Schulleitung hat unverzüglich gehandelt, sobald sie Kenntnis von den Vorfällen erlangte.“ Die Polizei ermittelt weiterhin gegen die beiden beschuldigten Schüler.

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Hintergrund des Falls

Der Vorfall hatte bereits Ende vergangener Woche für Aufsehen gesorgt. Zwei Jugendliche sollen mit ihren Handys heimlich Fotos von Mitschülerinnen in Umkleidekabinen und anderen intimen Situationen gemacht haben. Die Bilder wurden offenbar über soziale Medien verbreitet. Die Schulleitung hatte daraufhin die Polizei eingeschaltet und ein Gespräch mit den betroffenen Familien geführt.

Eltern fordern Konsequenzen

In dem anonymen Schreiben wird auch Kritik an der Kommunikation der Schulleitung geübt. Die Eltern bemängeln, dass sie nicht ausreichend über die Maßnahmen informiert worden seien. Sie fordern eine unabhängige Untersuchung und personelle Konsequenzen, falls Versäumnisse festgestellt werden. Ein Sprecher des Ministeriums betonte jedoch, dass man zunächst die Ermittlungen abwarten wolle.

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