Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat im zweiten Quartal dank geringer Großschäden und guter Finanzgeschäfte überraschend viel Gewinn erzielt. Der Überschuss lag nach vorläufigen Zahlen bei 2,2 Milliarden Euro nach knapp 2,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Dax-Konzern am Freitag in München mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur knapp 1,8 Milliarden Euro erwartet.
Vorstandschef Jurecka zeigt sich zuversichtlich
Vorstandschef Christoph Jurecka sieht den Konzern damit „auf sehr gutem Weg“, im Gesamtjahr wie geplant einen Überschuss von 6,3 Milliarden Euro zu erreichen. Nach dem ersten Halbjahr steht unter dem Strich bereits ein Gewinn von 3,9 Milliarden Euro. Die Munich-Re-Aktie sackte zur Mittagszeit dennoch leicht ins Minus, was auf verhaltene Anlegerreaktionen hindeutet.
Geringe Großschadenbelastung und starkes Kapitalanlageergebnis
Im zweiten Quartal profitierte die Munich Re nach eigenen Angaben von einer „sehr geringen“ Großschadenbelastung in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung. Hinzu komme ein „sehr starkes“ Kapitalanlageergebnis. Dieses schlage sich auch beim hauseigenen Erstversicherer Ergo nieder, der in den Monaten April bis Juni unter dem Strich rund 300 Millionen Euro verdient habe.
Die vollständigen Zahlen will die Munich Re wie geplant am 7. August veröffentlichen. Der Aufsichtsratschef von Bomhard hatte kürzlich für Wenning als Nachfolger geworben.



