Nürnbergs 10-Mio.-Mann Faye in Gais angekommen: Spinning statt Platz
Nürnbergs 10-Mio.-Mann Faye in Gais: Spinning statt Platz

Nach einer langen Reise mit tausenden Flugkilometern und vielen Stunden im Auto ist Mikayil Faye (22) am Donnerstagabend um 22.31 Uhr im Trainingsquartier des 1. FC Nürnberg in Gais, Südtirol, angekommen. Der senegalesische Abwehrspieler, der im Sommer 2024 für 10,3 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Stade Rennes wechselte und nun auf Leihbasis bis 2027 beim FCN spielt, wurde zunächst von seinem neuen Trainerteam begrüßt, bevor er sich auf sein Zimmer zurückzog.

Erster Trainingseindruck: Spinning statt Rasen

Am Freitagvormittag bekamen die über 350 mitgereisten FCN-Fans ihren neuen Hoffnungsträger noch nicht auf dem Platz zu Gesicht. Stattdessen absolvierte der 22-Jährige, der ein Länderspiel für Senegal bestritten hat, im Fitnesszelt ein Ausdauertraining auf dem Spinning-Rad. Der erste Eindruck: Das Grundlagenausdauer-Training dürfte auch in den nächsten Wochen im Mittelpunkt seiner persönlichen Saisonvorbereitung stehen. Faye kam mit einem unzureichenden Fitnesszustand nach Nürnberg, da er zuvor nur Privattraining absolviert hatte. Zudem fehlt ihm Spielpraxis: Bei seinem Leihklub US Cremonese stand er nur zweimal in der Startelf.

Sportvorstand und Trainer zeigen Geduld

Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou (50) betonte: „Es ist auch so, dass wir diesen Transfer getätigt haben, weil wir einfach glauben, dass wir schon jetzt auf dieser Position gute Jungs haben, die derzeit spielen können, sodass wir uns beim Aufbau von Faye die Zeit und die Geduld geben können.“ Auch Cheftrainer Miroslav Klose (48) zeigte sich optimistisch: „Wir wissen schon, was wir tun. Ich habe volles Vertrauen in unseren Fitness-Spezialisten Hannes (Wieber) und sein Team. Deswegen bin ich bei Faye vollkommen optimistisch. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es gut gehen wird.“ Sollte sich Fayes Form nicht verbessern, bleibt das finanzielle Risiko für den FCN aufgrund der Leihstruktur begrenzt.

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