Im Clara Shortridge Foltz Criminal Justice Center in Downtown Los Angeles hat am Dienstag die Voranhörung im Mordfall gegen den US-Rapper D4vd (bürgerlich David Anthony Burke, 21) begonnen. Gleich am ersten Tag zeigte die Staatsanwaltschaft grausige Bilder der sterblichen Überreste der 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez, die am 8. September 2025 im Front-Kofferraum von D4vds Tesla gefunden worden war.
Anklage: Mord aus Angst vor Enthüllung einer sexuellen Beziehung
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Rapper vor, Celeste am 23. April 2025 getötet zu haben, um zu verhindern, dass sie eine mutmaßliche sexuelle Beziehung mit ihm öffentlich macht. D4vd sitzt seit Mitte April 2026 in Untersuchungshaft und plädiert auf nicht schuldig. Die Anklage umfasst Mord, fortgesetzten sexuellen Missbrauch eines Kindes unter 14 Jahren sowie Verstümmelung menschlicher Überreste.
Ermittler schildert brutale Details im Zeugenstand
Als erster wichtiger Zeuge sagte LAPD-Detective Joshua Byers aus. Er beschrieb, dass die Leiche aufgrund fortgeschrittener Verwesung völlig unkenntlich gewesen sei. Im Gerichtssaal wurden Fotos gezeigt: Der Torso von Celeste in einem schwarzen Plastiksack, Arme und Beine in einem zweiten Sack. Ein weiteres Bild zeigte das Knie des Mädchens mit blauen Plastikfetzen – nach Angaben der Staatsanwaltschaft Reste eines aufblasbaren Pools, der zum Zerstückeln der Leiche verwendet worden sein soll.
Konkret behauptet die Anklage, D4vd habe nach dem Mord zwei Kettensägen sowie einen aufblasbaren Pool online gekauft. In einer Garage soll er die Leiche zerstückelt und die Überreste in seinen Tesla gelegt haben. Laut Detective Byers belegen digitale Daten von D4vds iPhone, dass der Rapper die letzte Person war, die den Tesla gefahren habe.
Leiche möglicherweise monatelang im Auto
Besonders schockierend: In den Akten heißt es, der Körper könnte über Monate im Auto gelegen haben. Während dieser Zeit sei D4vd auf Tournee gewesen, um sein Album „Withered“ zu bewerben, das nur zwei Tage nach dem mutmaßlichen Mord erschienen war. D4vd verfolgte die Anhörung emotionslos, während er mit einer Bauchkette an einem Stuhl fixiert war. Nur wenige Meter entfernt saßen die erschütterten Eltern von Celeste, die Schwierigkeiten hatten, ihren Blick nach vorne zu richten.
Voranhörung als Weichenstellung für möglichen Prozess
Die Voranhörung dient nicht der Urteilsfindung, sondern der Prüfung, ob ein hinreichender Tatverdacht besteht, um den Fall vor ein Geschworenengericht zu bringen. Sollte D4vd in allen Punkten verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung. Die Staatsanwaltschaft hat bislang nicht erklärt, ob sie zusätzlich die Todesstrafe beantragen will.



