Bei einem bewaffneten Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in Berlin ist der Inhaber durch einen Schuss ins Bein verletzt worden. Die Täter konnten unerkannt fliehen. Ein Überwachungsvideo, das der Polizei vorliegt, zeigt die Tat.
Tatablauf
Nach Angaben der Polizei betraten zwei maskierte Männer am späten Nachmittag das Geschäft in Berlin-Charlottenburg. Sie bedrohten den Inhaber und einen Angestellten mit einer Pistole und forderten die Herausgabe von Schmuck und Bargeld. Als der Inhaber zögerte, feuerte einer der Täter einen Schuss ab und traf den Mann ins Bein.
Anschließend flüchteten die Räuber mit der Beute in unbekannte Richtung. Der verletzte Inhaber wurde in ein Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr besteht nicht. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein, die jedoch bislang ohne Erfolg blieb.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und wertet das Überwachungsvideo aus. Die Täter werden als etwa 1,80 Meter groß, schlank und dunkel gekleidet beschrieben. Sie sprachen Deutsch mit Akzent. Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.
„Wir gehen davon aus, dass die Täter gezielt das Juweliergeschäft ausgesucht haben. Es handelte sich um einen professionell wirkenden Überfall“, so ein Polizeisprecher. Die Höhe der Beute ist noch unbekannt, ersten Schätzungen zufolge soll es sich um einen mittleren fünfstelligen Betrag handeln.
Hintergrund
Überfälle auf Juweliere sind in Berlin in den letzten Jahren gestiegen. Laut Polizeistatistik gab es im Jahr 2025 insgesamt 47 Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte, ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet, um die Serie von Juwelierüberfällen zu bekämpfen.
Der betroffene Juwelier bleibt vorerst geschlossen. Der Inhaber erholt sich von seiner Verletzung. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 030-4664-0.



