BGH bekommt neue Präsidentin
Der Bundesgerichtshof (BGH) erhält eine neue Führung: Karin Angerer, bisherige Präsidentin des Oberlandesgerichts im bayerischen Bamberg, wird zum 1. September 2026 das Amt der BGH-Präsidentin übernehmen. Das gab das bayerische Justizministerium bekannt, nachdem das Bundeskabinett den Beschluss gefasst hatte. Der BGH ist das oberste deutsche Gericht für Zivil- und Strafverfahren.
Zweite Frau an der Spitze
Mit Karin Angerer steht zum zweiten Mal in der Geschichte des BGH eine Frau an der Spitze. Sie folgt auf Bettina Limperg, die seit 2014 als erste Frau das Präsidentenamt innehatte und Ende August 2026 in den Ruhestand tritt. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) lobte Angerer als „exzellente Wahl und eine äußerst erfahrene Führungskraft“. Sie zeichne sich durch „herausragende juristische Fachkompetenz, einen reichen Erfahrungsschatz und großes Fingerspitzengefühl“ aus.
Werdegang der 62-Jährigen
Die 62-jährige Juristin hat eine lange Karriere in der bayerischen Justiz vorzuweisen. Sie war unter anderem an mehreren Gerichten in München tätig sowie im bayerischen Justizministerium. Ihre Ernennung erfolgt auf Vorschlag von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD); nach dem Kabinettsbeschluss wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Ernennungsurkunde unterzeichnen.
Weitere Neubesetzung am Bundesverwaltungsgericht
Parallel zur BGH-Spitze steht auch eine Neubesetzung am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig an. Der bisherige Präsident Andreas Korbmacher ist seit Ende Mai 2026 im Ruhestand. Die Amtsgeschäfte führt vorübergehend Vizepräsidentin Susanne Rublack.



