Messerattacke auf Vater in Berlin-Kreuzberg: Sohn wegen versuchten Totschlags angeklagt
Messerattacke auf Vater: Sohn wegen versuchten Totschlags angeklagt

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat einen 25-jährigen Deutschen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, seinem Vater im Streit ein Küchenmesser in den Bauch gerammt zu haben. Die Tat ereignete sich am 20. März in einer Wohnung in Berlin-Kreuzberg.

Vater rettet sich ins Treppenhaus

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnte sich das 59-jährige Opfer nach der Attacke aus der Wohnung ins Treppenhaus retten. Eine Nachbarin hörte die Hilferufe und verständigte per Notruf den Rettungsdienst. Der Vater wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht und musste notoperiert werden. Dank des schnellen Eingriffs überlebte der Mann.

Die Polizei nahm den Sohn noch am Tatort fest. Die Anklage geht davon aus, dass der 25-Jährige mit dem Messerstich den Tod seines Vaters billigend in Kauf nahm. Er sei sich der tödlichen Wirkung des Angriffs bewusst gewesen, so die Ermittler.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Psychische Erkrankung als möglicher Faktor

Der Beschuldigte befindet sich derzeit vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass es Hinweise auf eine psychische Erkrankung gebe, die zum Tatzeitpunkt zu einer verminderten Schuldfähigkeit geführt haben könnte. Ein psychiatrisches Gutachten soll dies nun klären.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Tat dauern an. Ein Prozess vor dem Landgericht Berlin wird voraussichtlich in den kommenden Monaten eröffnet.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration