Dustin Forkel (21) hat einen überraschenden Wechsel vollzogen: Vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg wechselt der Angreifer zum Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt. Der Schritt zurück soll ihm helfen, später wieder nach vorne zu kommen. „Ich hatte im vergangenen Jahr keine gute Zeit“, gesteht Forkel im Gespräch mit BILD. „Ich habe nicht viel gespielt und nur wenige Scorer gesammelt.“
Vertrauen der Trainer als Schlüsselfaktor
Die Gespräche mit den Verantwortlichen in Erfurt überzeugten Forkel schnell. „Die Trainer hier haben mir vom ersten Gespräch an Vertrauen geschenkt, deshalb haben wir uns schnell geeinigt“, erklärt er. Dieses Vertrauen war für ihn nach einer enttäuschenden Saison besonders wichtig. Forkels Marktwert fiel von einst höheren Summen auf aktuell 250.000 Euro, was die schwierige Phase unterstreicht.
Eine turbulente Reise durch die Liga
In den vergangenen zwölf Monaten erlebte Forkel eine Achterbahnfahrt. Vom 1. FC Nürnberg wurde er zunächst an Jahn Regensburg verliehen, im Winter folgte der Wechsel zum FC Schweinfurt 05. In dieser Zeit halbierte sich sein Marktwert auf 250.000 Euro. Für RWE könnte sich dies als echter Glücksgriff erweisen, da Forkel trotz der Rückschläge großes Potenzial besitzt.
Bekannte Gesichter und Heimatnähe
Ein weiterer Pluspunkt für den Wechsel: Co-Trainer Andy Nägelein kennt Forkel bestens, war bereits dessen Jugendtrainer in Nürnberg. Auch die Nähe zur Heimat spielte eine Rolle. „Coburg ist mit dem Zug nur etwa 30 Minuten entfernt“, freut sich Forkel. Die Kombination aus vertrauten Personen und kurzer Distanz zur Familie erleichtert ihm den Neustart.
Flexibilität und sportliche Ambitionen
Sportlich bringt Forkel viel Flexibilität mit. „Ich kann beide Flügel und auch Mittel-Stürmer spielen“, betont er. Diese Vielseitigkeit macht ihn zu einer wertvollen Option für das Team von Rot-Weiß Erfurt. Nach gesundheitlichen Problemen – „Ich hatte Flüssigkeit im Knie, aber keine strukturellen Schäden“ – blickt der Angreifer wieder nach vorne.
„Steinigen Weg“ als Motivation
Forkel hat eine besondere Einstellung für seine Zeit in Erfurt: „Ich will hier persönlich weiter wachsen, neue Herausforderungen annehmen und mir selbst Steine in den Weg legen, um darüber zu klettern. Dann schauen wir, wohin die Reise führt.“ Mit dieser Mentalität will er die schwierige Phase hinter sich lassen und in der Regionalliga neu durchstarten.



