Serge Gnabry (30) hat einen weiteren Schritt in Richtung Comeback gemacht. Der Offensivspieler des FC Bayern absolvierte am Donnerstagmittag eine 45-minütige Reha-Einheit an der Säbener Straße – mitten auf der großen Baustelle des Vereins, wo unter anderem zwei Trainingsplätze neu gebaut und der Profi-Trakt erweitert werden.
Fortschritte im Aufbau-Training
Um 11.50 Uhr kam Gnabry aus der Kabine und begann seine Einheit unter der Anleitung von Reha-Trainer Simon Martinello (41). Auf dem Programm standen lockere Sprints, Koordinationsübungen mit und ohne Ball. Während der Übungen ballte der deutsche Nationalspieler einmal die Faust – ein Zeichen seines Kampfgeistes.
Ein deutlicher Fortschritt war an seinen Füßen zu erkennen: Statt Joggingschuhen trug Gnabry erstmals wieder Fußballschuhe, elf Wochen nach seiner schweren Muskelverletzung. Er wirkte insgesamt fitter. Gnabry hatte sich Mitte April vor dem Bundesliga-Spiel gegen Stuttgart (4:2) im geheimen Abschlusstraining einen Adduktoren-Ausriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Sein WM-Traum platzte dadurch; er konnte Deutschland beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko (bis 19. Juli) nicht vertreten.
Behutsame Integration geplant
Nach Informationen der BILD soll der Angreifer in der Vorbereitung behutsam ins Team-Training integriert werden. Sein Comeback ist spätestens für den Saisonstart vorgesehen. Seit zweieinhalb Wochen trainiert Gnabry bereits wieder auf dem Rasen.
Aseko noch in München
Neben Gnabry trainierte am Donnerstagvormittag auch Mittelfeld-Juwel Noel Aseko (20) an der Säbener Straße. Der deutsche U21-Nationalspieler drehte mit Innenverteidiger-Talent Cassiano Kiala (17/Aufbau nach Syndesmoseriss) lockere Laufrunden und absolvierte leichte Übungen am Ball. Aseko macht sich fit für die neue Saison.
Noch ist Aseko in München, doch das könnte sich bald ändern. Wie BILD berichtete, will Eintracht Frankfurt das Juwel verpflichten. Die Verhandlungen sind in vollem Gange, Preisvorstellungen und Zahlen wurden bereits ausgetauscht. Nach BILD-Informationen liegen beide Seiten nicht mehr weit auseinander. Die Bayern fordern ein Gesamtablösepaket von bis zu 12 Millionen Euro, die Eintracht liegt mit ihren Vorstellungen noch darunter. Der Poker befindet sich auf einem guten Weg.



