Ein Mordanschlag auf eine junge Polizistin in Kiel sorgt für Aufsehen: Ein kiloschwerer Betonbrocken wurde aus dem 22-stöckigen „Weißen Riesen“ auf ein Polizeiauto geworfen. Die Beamtin wurde schwer verletzt. Trotz intensiver Ermittlungen ist der Täter bis heute nicht gefasst. BILD-Reporter durchkämmten das gesamte Hochhaus, klingelten an 242 Wohnungen und sprachen mit Bewohnern.
Hintergründe der Tat
Der Vorfall ereignete sich am 21. Juni 2026. Eine Gehwegplatte stürzte aus großer Höhe auf das Dienstfahrzeug der Polizistin. Die Ermittler gehen von einem gezielten Anschlag aus. „Es war kein Unfall, sondern ein versuchter Tötungsdelikt“, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei setzte eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise aus.
Spurensuche im „Weißen Riesen“
Die BILD-Reporter Marco Zitzow, Noel Altendorf und Anja Wieberneit durchsuchten das Hochhaus systematisch. Sie identifizierten 44 mögliche Tatfenster, aus denen der Stein geworfen worden sein könnte. Die Bewohner zeigten sich jedoch schweigsam. „Viele haben Angst, etwas zu sagen“, berichtete Zitzow. Die Zustände im Haus seien geprägt von Verfall und Misstrauen.
DNA-Massentest als letzte Hoffnung
Die Ermittler erwägen einen DNA-Massentest unter den Bewohnern. „Das wäre ein großer Aufwand, aber vielleicht die einzige Chance, den Täter zu überführen“, erklärte ein Ermittler. Bislang fehlen konkrete Spuren. Die Polizei hofft auf weitere Zeugenhinweise.



