Das Oberlandesgericht Innsbruck hat das milde Urteil im Betrugsprozess gegen den Schauspieler Jimi Blue Ochsenknecht aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft hatte Beschwerde eingelegt, nachdem ein erstinstanzliches Gericht Ochsenknecht lediglich zu einer Geldstrafe verurteilt hatte. Nun muss der 35-Jährige erneut vor Gericht erscheinen.
Hintergrund des Falls
Ochsenknecht war vorgeworfen worden, in mehreren Fällen in Hotels und Restaurants in Tirol gezeichnete Rechnungen nicht bezahlt zu haben. Der Schauspieler hatte die Vorwürfe zunächst bestritten, später jedoch eingeräumt, dass er in einigen Fällen vergessen habe zu zahlen. Das Landesgericht Innsbruck verurteilte ihn im Mai 2026 zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro, wobei die Staatsanwaltschaft eine härtere Strafe gefordert hatte.
Entscheidung des Oberlandesgerichts
Das Oberlandesgericht gab der Beschwerde der Ankläger nun statt und kippte das Urteil. „Die erstinstanzliche Entscheidung war nicht ausreichend, um der Schwere der Taten gerecht zu werden“, erklärte ein Sprecher des Gerichts. Der Fall wird nun an eine andere Kammer des Landesgerichts zurückverwiesen, die ein neues Urteil fällen muss. Ochsenknecht droht nun eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten.
Der Anwalt des Schauspielers zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung: „Wir werden uns weiterhin für eine milde Strafe einsetzen, da mein Mandant bereits Reue gezeigt hat.“ Die Staatsanwaltschaft hingegen begrüßte den Beschluss: „Es ist wichtig, dass auch Prominente für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen werden.“



