In Briesen (Landkreis Oder-Spree) hat ein Vorfall in einer Apotheke für einen Feuerwehreinsatz gesorgt. Wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte, war dort Pikrinsäure kristallisiert. In dieser Form ist der Stoff hochexplosiv und stellt eine erhebliche Gefahr dar. Die Feuerwehr wurde alarmiert, um die Situation zu beurteilen und gegebenenfalls zu entschärfen.
Geringe Menge ermöglichte schnelle Entsorgung
Glücklicherweise handelte es sich lediglich um 40 Gramm des kristallisierten Stoffes. Aufgrund der geringen Menge konnte die Apothekerin die Kristalle letztlich selbst fachgerecht entsorgen. Ein größerer Einsatz war nicht erforderlich. Die Feuerwehr bestätigte, dass keine weiteren Maßnahmen nötig waren.
Warn-App Nina kurzzeitig aktiviert
Wegen des Vorfalls wurde eine Warnung über die Warn-App Nina herausgegeben. Diese dient dazu, die Bevölkerung im Ernstfall schnell zu informieren. Da die Gefahr jedoch schnell gebannt werden konnte, wurde die Warnung nach kurzer Zeit wieder zurückgenommen. Die Bevölkerung in Briesen und Umgebung musste keine weiteren Einschränkungen befürchten.
Hintergrund: Pikrinsäure und ihre Gefahren
Pikrinsäure ist eine chemische Verbindung, die in fester Form hochexplosiv sein kann. Sie wird unter anderem in der Analytik und als Färbemittel verwendet. In kristallinem Zustand ist sie besonders instabil und kann durch Reibung oder Schlag explodieren. Daher ist der Umgang mit dieser Substanz streng reglementiert. Der Vorfall in Briesen zeigt, wie wichtig eine schnelle Reaktion der Einsatzkräfte ist.



