Sprengstoffanschlag in Monaco: Polizei durchsucht Wohnung in Hessen
Polizei durchsucht Wohnung in Hessen nach Anschlag in Monaco

Nach dem Sprengstoffanschlag in Monaco, bei dem ein ukrainischer Geschäftsmann schwer verletzt wurde, haben Einsatzkräfte die Wohnung einer Tatverdächtigen im hessischen Main-Taunus-Kreis durchsucht. Die 39-jährige Ukrainerin steht im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Hessische Landeskriminalamt am Freitag mitteilten.

Durchsuchung im Zuge von Rechtshilfe

Die Durchsuchung der angemieteten Wohnung der 39-Jährigen erfolgte am Donnerstag im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens der monegassischen Behörden. Daran waren hessische Polizeibeamte und Spezialeinsatzkräfte beteiligt. Zudem wurde ein von der Verdächtigen genutztes Fahrzeug durchsucht und beschlagnahmt. Die gesicherten Beweismittel werden nun an die Behörden in Monaco übergeben.

„Die hessischen Sicherheitsbehörden unterstützen die monegassischen Behörden bei den Ermittlungen und stehen hierzu in engem Austausch“, erklärten die Ermittler.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hintergrund der Tat

Am Montagabend hatte eine Person ein Paket in der Eingangshalle eines Wohnhauses in Monaco abgelegt. Kurz darauf detonierte der Sprengsatz, als drei Bewohner – ein Paar und ein 13-jähriger Junge – nach Hause kamen. Sie wurden verletzt. Nach übereinstimmenden Informationen handelt es sich bei den Opfern um den 58-jährigen Multimillionär Wadym Jermolajew, einen Unternehmer ukrainischer Herkunft, sowie um dessen Partnerin und den Sohn des Paares.

Fahndung läuft

Die gesuchte Ukrainerin befindet sich auf der Flucht. Interpol fahndet nach ihr wegen versuchten Mordes, Platzierung eines Sprengsatzes mit krimineller Absicht sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration