Berliner Polizei durchsucht Wohnung von CSD-Attentäter Abdul Ballout
Polizei durchsucht Wohnung von CSD-Terrorverdächtigem

Die Berliner Polizei hat am Sonntagmorgen die Wohnung von Abdul Ballout gestürmt, dem dringend Tatverdächtigen des Terroranschlags auf den Christopher Street Day (CSD). Der 21-jährige Islamist mit libanesischen Wurzeln ist weiterhin flüchtig und gilt als hochgefährlich. Die Wohnung in der Bissingzeile im Ortsteil Tiergarten liegt nur wenige hundert Meter südlich des Potsdamer Platzes, wo am Samstagabend Hunderttausende feierten. Vom Tatort am Ahornsteig ist es etwa einen Kilometer entfernt.

SEK-Einsatz und Spurensicherung

Dutzende Beamte, darunter Spezialisten der Spurensicherung, rückten an dem Gebäudekomplex an. Der Name Ballout war mit grünem Filzstift an einem Klingelschild vermerkt. Die Polizei hatte zunächst abgewartet, ob der Verdächtige auf der Flucht zurückkehren würde, bevor das Spezialeinsatzkommando (SEK) die Wohnung stürmte. Zeitgleich wurde das Gebiet um den Tiergarten weiträumig abgeriegelt, und Hunderte Einsatzkräfte suchten mit Wärmebildkameras die Umgebung ab.

Fundstücke noch unbekannt

Was die Beamten in der fünfstöckigen Wohnanlage mit mehreren Eingängen fanden, ist noch nicht bekannt. Bereits nach dem Attentat hatten Experten den weißen Transporter untersucht, der in die Menschenmenge gefahren war – auf Sprengstoff. Auch Entschärfer waren an der Wohnung des Attentäters im Einsatz. Nachbarn mussten ihre Wohnungen während der Durchsuchung nicht verlassen, jedoch wurde eine Spielothek im Erdgeschoss ebenfalls durchkämmt. Ein Mann mit einer Bohrmaschine, der die Polizei unterstützte, verließ das Haus.

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Fahndung läuft auf Hochtouren

Bereits in der Nacht nach dem Anschlag, bei dem eine Frau starb und 16 Menschen verletzt wurden, hatte die Polizei eine weitere Wohnung in Berlin-Schöneberg durchsucht – dort traf man niemanden an. Mittlerweile wird europaweit und an allen deutschen Grenzen nach Abdul Ballout gefahndet. Auch nach einem mutmaßlichen, noch nicht identifizierten Mittäter wird gesucht. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise.

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